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22.05.2017

Rainer Sozialstation wächst und wächst

Hans Lenk, Vorsitzender des Rainer ambulanten Krankenpflegevereins, verabschiedete Marille Meisinger (links), die langjährige Geschäftsführerin der Sozialstation, und stellte ihre Nachfolgerin Elke Müller vor.
Bild: Arloth

Hilfe Knapp 65000 Hausbesuche absolvierte die Einrichtung im vergangenen Jahr. Mit ihren 14 Autos sind die Mitarbeiter, deren Anzahl weiter steigt, täglich rund 600 Kilometer unterwegs

Rain „Auf 42 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – 38 sind Pflegekräfte – ist die Rainer Sozialstation angewachsen“, berichtete Geschäftsführerin Elke Müller in ihrem Geschäftsbericht, den sie in der Hauptversammlung im Pfarrsaal vortrug. Hans Lenk, Vorsitzender des ambulanten Krankenpflegvereins, sprach von einem „guten Jahr“ und dankte nicht nur den Beschäftigten, an der Spitze Pflegedienstleiter Christoph Kirsch, sondern auch allen Mitgliedern „für die weiterhin dringend notwendige finanzielle und ideelle Unterstützung“.

Der Verein sei eine segensreiche Einrichtung für immer mehr Menschen, die sich für ein möglichst langes Verbleiben in den eigenen vier Wänden entscheiden, erklärte Bürgermeister Gerhard Martin in seinem Grußwort. Jedes Jahr seien es „einige mehr“, die Hilfe benötigen.

„Unsere examinierten Krankenschwestern, Altenpfleger und Helfer leisten eine umfassende Pflege und Versorgung im häuslichen Bereich und üben ihre Tätigkeit kompetent und motiviert aus“, sagte Elke Müller. Das Leistungsangebot umfasse die Durchführung von ärztlich verordneten Maßnahmen, professionelle Grund- und Körperpflege, Verhinderungspflege sowie hauswirtschaftliche Versorgung und Betreuung. Die Sozialstation berate bei Sturzgefährdung, Dekubitusprophylaxe oder bei Schmerzen. Ein Hausnotruf könne installiert werden. „Ein betreuter Nachmittag unter Leitung unserer gerontopsychiatrischen Fachkraft Vera Wittke findet jeden zweiten Donnerstag im Monat in der Sozialstation statt. Unsere Seniorenbegleiter stellen jedes Treffen unter ein Motto und bereiten es absolut liebevoll vor“, erklärte Müller.

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Seit Mitte des Jahres 2016 verfüge die Sozialstation über ein „Rollstuhlfahrzeug“, das von Mitgliedern gemietet werden könne. 2016 habe man täglich 150 Patienten bei 64500 Hausbesuchen betreut. Die Touren seien von zehn auf 13 aufgestockt worden, so Müller. Mit den 14 Autos der Sozialstation sei man täglich jeweils etwa 600 Kilometer zu den Hilfebedürftigen unterwegs gewesen. Erfreulich sei auch, dass 2016 die Einnahmen der Leistungserträge mit 1,1 Millionen Euro die Millionengrenze deutlich überschritten haben.

Schatzmeister Walter Lenk berichtete von einer „soliden Ertrags- und Vermögenslage“ des Vereins. 2016 habe man das Stammkapital an der Pflege-GmbH um rund 30000 Euro aufgestockt. Mit dieser Maßnahme und einigen Spenden sei die Anschaffung des Rollstuhlfahrzeugs finanziert worden. „Die Ausleihe dieses Sonderfahrzeugs erfolgt ausschließlich an Vereinsmitglieder“, betonte Walter Lenk. Das sei ein Grund mehr, Mitglied im Verein für ambulante Krankenpflege zu sein.

Beiratsvorsitzende Rita Huber gratulierte dem Verein mit seinen 2015 Mitgliedern „für die erfreulich gute Entwicklung seit 36 Jahren“. Besonders hob sie die Einrichtung betreute Nachmittage hervor, die liebevoll vorbereitet und durchgeführt würden. Nachdem die Kassenprüfer Martin Roger und Simon Böck einwandfreie Kassenführung bestätigt hatten, erfolgte die Entlastung einstimmig. Im Anschluss informierte Thomas Hügele, Pflegeberater der AOK-Direktion Donauwörth, über das neue Pflegestärkungsgesetz, das im Januar in Kraft getreten ist. (ma)

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