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Landwirtschaft

09.05.2015

Schweinehalter demonstrieren

Wirtschaftliche Probleme werden immer mehr

Die bayerischen Schweinehalter haben zunehmend wirtschaftliche Probleme. Der Schlachtschweinepreis kann laut Bayerischem Bauernverband (BBV) aktuell bei Weitem nicht die gesamten Kosten decken. Während zurzeit durchschnittlich 1,45 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht (SG) gezahlt wird, haben Landwirte gleichzeitig Kosten von etwa 1,55 Euro pro Kilo.

Unter der aktuellen Marktlage leiden besonders auch die Ferkelerzeuger. Nach einem Preistief von rund 35 Euro pro Ferkel im Oktober vergangenen Jahres hat sich der Preis Anfang Mai auf knapp 46 Euro erholt. Um jedoch die Kosten zu decken, wäre mindestens ein Preis von 55 Euro pro Ferkel nötig, schreibt der BBV.

Während die Preise im Keller sind, wachsen die Ansprüche an die Tierhalter. Zum Jahresbeginn ist die Initiative Tierwohl gestartet, bundesweit haben sich jetzt 4653 Schweinehalter mit insgesamt 25,5 Millionen Tieren angemeldet. „Das ist ein starkes Signal an Politik und Gesellschaft. Wir Bauern sind bereit, noch mehr Tierwohl in unseren Ställen umzusetzen, wenn die Mehrkosten ausgeglichen werden, sagt der Donau-Rieser Kreisobmann Karl Wiedenmann. Die vom Lebensmitteleinzelhandel bereitgestellte Finanzierung reichte hingegen nur für 2142 Betriebe aus, sodass nun das Los entscheiden musste. Jetzt liege es am Lebensmitteleinzelhandel, den verarbeitenden Betrieben und der Gastronomie die Finanzierungsbasis zu verbreitern und damit allen angemeldeten Betrieben die Teilnahme zu ermöglichen.

Um die Politik wachzurütteln, veranstaltet der BBV am Mittwoch, 13. Mai, in Augsburg eine Großkundgebung zum Thema „Wir machen euch satt“. Der BBV Donau-Ries hat hierzu einen Bus organisiert. Es sind noch Plätze frei. Zustiegsmöglichkeiten sind um 10.30 Uhr in Oettingen (Total-Tankstelle), 10.50 Uhr in Nördlingen (Busbahnhof), 11.05 Uhr in Möttingen (Bahnhof) und 11.30 Uhr in Donauwörth (Freibad). (pm)

bei der BBV-Geschäftsstelle, Telefon 0906/706460.

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