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Wemding 

25.09.2019

Stadtpfarrkirche ist jetzt geschlossen

Die beiden Türme der Stadtpfarrkirche St. Emmeram in Wemding.
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Die beiden Türme der Stadtpfarrkirche St. Emmeram in Wemding.
Bild: Wolfgang Widemann

In St. Emmeram in Wemding wurde nun der vorerst letzte Gottesdienst gefeiert. Wohin die Gläubigen ausweichen und wann die Sanierung abgeschlossen sein soll

Die Pfarrei St. Emmeram hat am Sonntag ihr Patrozinium unter besonderen Vorzeichen gefeiert. Es war der vorerst letzte Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche. Die wird weiter saniert. Es steht nun der zweite Bauabschnitt an. Deshalb ist das Gotteshaus nicht mehr nutzbar. Stadtpfarrer Wolfgang Gebert hofft, das die Arbeiten bis zur Karwoche vor Ostern 2020 geschlossen sind.

Gebert freute sich beim Patrozinium, dass die Bürgermeister, Stadträte und zahlreiche Vereine mit Fahnenabordnungen der Einladung gefolgt waren. Roland Hoinle hatte das Gotteshaus nochmals mit großen rot-weißen Blumengestecken geschmückt. Der Reliquienschrein vom Hochaltar stand auf dem Sebastiansaltar, eine Statue des heiligen Emmeram und die historische Emmeramsfahne des ehemaligen Männervereins waren bei der Kanzel beziehungsweise am Pfingstaltar aufgestellt.

In seiner Predigt spannte Gebert einen Bogen von den aktuellen Klimademonstrationen zu dem heiligen Märtyrer und Fürsprecher Emmeram. Einen besonderen Glanz erhielt der Gottesdienst durch den Kirchenchor. Zusammen mit Streichern und durch Sänger verstärkt, wurde die anspruchsvolle Mozartmesse „Missa brevis in G-Dur“ dargeboten.

Stadtpfarrkirche ist jetzt geschlossen

Das Allerheiligste wurde „umgezogen“

Nach dem Gottesdienst wurde das Allerheiligste in einer großen Prozession durch die Altstadt in die Spitalkirche übertragen. Abschließend segnete Stadtpfarrer Wolfgang Gebert die Gläubigen mit der Monstranz.

Nachmittags fanden in der Spitalkirche Anbetungsstunden vor dem ausgesetzten Allerheiligsten statt. Sie wurden von den kirchlichen Verbänden gestaltet. Mit der Vesper mit Pfarrer Gebert und Kirchenmusiker Dominik Ebneth wurde das Emmeramsfest, das dieses Mal ein außergewöhnliches war, abgeschlossen.

Bereits in dieser Woche liefen nach Auskunft von Gebert die Arbeiten für die weitere Sanierung der Stadtpfarrkirche St. Emmeram an. Zunächst wurden die Lampen abgenommen. In der kommenden Woche soll ein Gerüst in den kompletten Innenraum eingebaut werden. Die wesentlichen Schritte der Sanierung sind dem Stadtpfarrer zufolge: Die Schäden an der Decke werden ausgebessert. An dieser ist der Putz großflächig gesprungen. Der Innenraum wird neu gestrichen und die komplette Beleuchtung wird erneuer, denn bislang sei es in manchen Bereichen der Kirche ziemlich dunkel gewesen, so Gebert.

In einem ersten Bauabschnitt wurde der marode Dachstuhl saniert. Diese Maßnahme und die jetzt anstehenden Arbeiten sind insgesamt auf rund 1,3 Millionen Euro veranschlagt.

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