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Arbeit

12.05.2011

Tarifkonflikt bei Dehner geht weiter

Gespräche enden wieder ohne Einigung

Rain Die Tarifauseinandersetzung bei der Firma Dehner in Rain geht weiter. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, hat vor einigen Tagen ein weiteres Gespräch zwischen der Geschäftsleitung und dem Gesamtbetriebsrat (GBR) stattgefunden. Dieses endete jedoch ohne Einigung.

Die Firmenleitung hatte der Mitteilung zufolge dem GBR das Angebot unterbreitet, detailliert über Einkommensentwicklungen und sonstige arbeitsvertragliche Rahmenbedingungen zu sprechen und diese im Rahmen betrieblicher Bündnisse zu regeln. Der GBR bestand jedoch auf die Rückkehr in die Tarifbindung und schlug das Gesprächsangebot über Rahmenbedingungen für ein betriebliches Bündnis ebenso wie einen Schlichtungsvorschlag über eine Wirtschafts-Mediation aus. „Wir stehen nach wie vor für konstruktive Gespräche zur Verfügung und würden uns freuen, wenn der GBR das Gesprächsangebot über ein betriebliches Bündnis zum Wohle der Mitarbeiter annimmt“, so Dehner-Geschäftsführer Dr. Hansjörg Flassak.

Für Gerhard Feda, der Vorsitzende des Dehner-Betriebsrats, steht dies nicht zur Debatte. Bertriebliche Bündnisse seien rechtlich sehr umstritten, sagt Feda. „Damit würden wir uns in die Abhängigkeit des Unternehmens begeben und zu Bittstellern werden“, so der Betriebsratsvorsitzende. „Wir wollen keine Beschäftigten zweiter Klasse sein.“

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Neuer Verhandlungstermin ist noch nicht vereinbart

Dieses Argument wiederum erachtet die Geschäftsführung nicht als stichhaltig. Ist ein Unternehmen nicht tarifgebunden, unterlägen Fragen der Entgeltgestaltung der betrieblichen Mitbestimmung und könnten durch Betriebs- oder Gesamtbetriebsvereinbarung geregelt werden, so die Geschäftsführung. Darüber hinaus könnten auch alle sonstigen Fragen durch Regelungsabsprachen zwischen Unternehmen und Betriebsrat geregelt werden.

Die Dehner-Geschäftsleitung ist nach wie vor überzeugt, „dass ein betriebliches Bündnis das bestmögliche Ergebnis für die Mitarbeit sicherstellt“. Laut Gerhard Feda wäre ein solcher Vertrag „auf Sand gebaut“ und hätte „kollektives Betteln“ zufolge. Der GBR mache da nicht mit.

Wie es in der Auseinandersetzung weitergeht, ist offen. Ein neuer Gesprächstermin ist noch nicht vereinbart. (mwe)

Die Diskussion ist geschlossen.

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