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Bürgerversammlung

26.11.2019

„Volles Programm“ im Festjahr

In Wemding wurden 2019 zahlreiche Projekte gestemmt. Positiver Blick in die Zukunft

Es war ein außergewöhnliches Jahr für Wemding, die Stadt war über Monate hinweg geprägt von den Planungen für das große historische Fest „Löwen, Gunst und Gulden“. Bei der Bürgerversammlung im Foyer der Stadthalle ging Rathauschef Martin Drexler darauf ausführlich ein. Sein Fazit: „2019 war bei uns volles Programm.“

Der Bürgermeister präsentierte einige Zahlen. So sei die Einkommens- und Umsatzsteuer seit gut zehn Jahren – bis auf eine Ausnahme – stets gestiegen auf aktuelle Einnahmen von knapp fünf Millionen Euro pro Jahr. „Nicht verlassen“ könne man sich dagegen auf die Gewerbesteuer, ein Dauerthema in Wemding. Der Ansatz für 2019 liegt bei etwa zwei Millionen Euro. Eine Statistik lag Drexler besonders am Herzen: Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Stadtgebiet ist im vergangenen Jahrzehnt von 2979 auf 3771 gestiegen. Der Bürgermeister: „Eine starke Leistung unserer Firmen und Arbeitnehmer, aber auch die Politik konnte dafür Impulse setzen.“ Erfreulich sei zudem, dass die Gästeübernachtungen 2018 auf über 51000 gestiegen sind. Im Jahr 2017 (neuere Zahlen gibt es nicht) wurden in Wemding etwa 750 Millionen Euro umgesetzt.

„Alltagsgeschäft“ nannte er die zahlreichen Sanierungsmaßnahmen an Straßen und Gehwegen, die 2019 realisiert wurden. Auch Blühflächen entstanden. Ganz aktuell wurden in der Harburger Straße und der neuen Entlastungsstraße Bäume gepflanzt (Zierbirnen, Ebereschen). Diese neue Tangente im Bereich Kehläcker wurde mit rund 60 Prozent gefördert und sei „von Gemeinsamkeit getragen“ gewesen, so Drexler. Dieses Gebiet im Westen der Stadt bezeichnete er als „Entwicklungsbereich“ für weiteres Gewerbe. Ein Projekt, das die Kommune fast das komplette Jahr beschäftigte, war die umfangreiche Kanal- und Straßensanierung im Bereich der Zechstraße.

Im Vorfeld des Stadtfests „Löwen, Gunst und Gulden“ wurden Verschönerungsmaßnahmen vorgenommen, so etwa am Amerbacher Tor sowie beim Historischen Rathaus. Dort wurde auch der Sitzungssaal saniert. Durch Privatinitiativen – unterstützt vom Fassadenprogramm der Stadt – wurden weitere Gebäude in der Altstadt herausgeputzt. Zum Fest selbst meinte Drexler: „Diese Tage werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.“ Dazu zeigte er Impressionen auf der Leinwand. „An solchen Tagen ist man besonders stolz, hier Bürgermeister sein zu dürfen“, betonte Drexler. Gerade beim Stadtfest habe man gesehen, dass der starke Zusammenhalt Wemding auszeichne.

Im Ortsteil Amerbach wurde im zu Ende gehenden Jahr vor allem in den Unterhalt von Feldwegen, Gewässer, Straßen- und Gehwege sowie Spielplätze investiert. Durch eine Fertiggarage und viel Eigenleistung gelang es, das dortige Feuerwehrhaus zu erweitern.

Drexler ging auf bevorstehende Herausforderungen ein. So wird im kommenden Jahr im Bereich Am Urnenfeld/St.-Gundekar-Straße/Hubertusstraße die nächste große Kanal- und Straßensanierung angegangen. Hierzu habe es eine Anliegerversammlung gegeben. Zudem soll der barrierefreie Ausbau der Altstadt mit dem zweiten Bauabschnitt weitergehen. In diesem Zusammenhang wurde kürzlich mit Vertretern des Gewerbeverbands die Parkplatzsituation besprochen, so Drexler. Man sei sich einig gewesen, dass man das Problem Dauerparken nur mit Überwachung in den Griff bekommen könne.

Der inzwischen 60 Jahre alte Kindergarten St. Marien muss grundlegend saniert werden. Dies bezeichnete Drexler ebenso als Herausforderung wie das neue Feuerwehrhaus oder das weitere Ansiedeln von Gewerbe. So entsteht aktuell am Stadelmüllerweg die neue Halle der Zimmerei Hönle, daneben wollen in naher Zukunft die Lebenshilfe sowie weitere Betriebe ihre Projekte verwirklichen.

Die Bürgerversammlung nutzte Drexler traditionell für einige Dankesworte: an seine Kollegen im Stadtrat für das „menschliche Miteinander“ („Unser Erfolgsgeheimnis“), an die Mitarbeiter von Verwaltung und Bauhof sowie an alle engagierten Bürger in den Ortsvereinen („Rückgrat unserer Stadt“). Viele Rahmenbedingungen in der Stadt seien positiv, deswegen machte Drexler zum Abschluss klar: „Wemding steht vor einer lebenswerten Zukunft.“

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