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Nachhaltigkeit

28.11.2019

Warum es in der Küche schlechtes Plastik gibt

Beim Kochen und Backen lauern Plastikfallen. In unserer Serie verraten wir, wie man diesen entkommt

Plastik ist überall: beim Einkaufen, im Kinderzimmer, im Küchenschrank. Doch immer mehr Menschen entscheiden sich, so viel wie möglich auf Plastik zu verzichten. Carina Reitmair, Initiatorin der Plastikfrei-Stammtische in Donauwörth und Thierhaupten und Gründungsmitglied der „Transition Town – Mehr Nachhaltigkeit für Donauwörth“, hat ihr eigenes Leben und das ihrer Familie seit sechs Monaten komplett umgestellt: Neues Plastik kommt fast nicht mehr ins Haus. Sie teilt mit den DZ-Lesern ihre besten Tipps:

Der Weg zu einer plastikfreien Küche beginnt mit dem Sortieren: Das sogenannte Pfeildreieck hilft verschiedene Kunststoffe zu unterscheiden. Dabei tauchen folgende Kombinationen auf: 1PET, 2HDPE, 3PVC, und mehr. Alles, was nicht die Nummer 5 oder PP für (Polypropylen) im Pfeildreieck stehen hat, sollte man aussortieren, denn PP ist das einzige Plastik, das ganz sicher keine gesundheitlichen Auswirkungen hat – auch wenn es durch seine Langlebigkeit sehr umweltschädlich ist. Alle anderen Nummern kann man aus der Küche nehmen.

Einsatzgebietsuchen Aussortieren heißt aber nicht gleich wegschmeißen. Diese Boxen und Behälter können für alle anderen Arten der Aufbewahrung dienen – nur eben nicht mehr für Lebensmittel. Übrigens sollte man beachten, dass bei verkratzten Schüsseln Weichmacher entweichen, die gesundheitsschädlich sind und auch zu Krebs und Fettleibigkeit führen können. Gleiches gilt für das Erhitzen der Gefäße beispielsweise in der Mikrowelle.

Glas und Metall wählen Alternativen sind Edelstahlboxen und Schüsseln aus Metall oder Glas. Ideal sind große Marmeladen- oder Honiggläser und dickbauchige Gläser wie sie für Essigkonserven angeboten werden. Beim gezielten Einkauf kann man da viel entdecken. Diese sind auch wunderbar zum einfrieren von Suppen geeignet. Man muss dabei nur beachten, dass man die Glasgefäße nur zu Dreiviertel befüllen sollte und den Deckel erst draufzuschrauben, wenn das befüllte Gefäß schon zwei Stunden im Tiefkühlschrank war.

lösen Auch beim Thema Aluminium sollten ein paar Dinge in Sachen Gesundheit beachtet werden. Gelöste Aluminium-Ionen sind auch nicht zu unterschätzen. Sie reichern sich im Körper an und können Krebs und Alzheimer verursachen. Da saures, fettiges, basisches und salziges Essen Aluminium-Ionen herauslösen kann, sollte man keine Alufolie oder Aluschalen zum Grillen verwenden.

Gute Alternativen sind wiederverwendbare Metallschalen zum Grillen oder den Kuchen mit einem zweiten umgedrehten Blech, anstatt mit einer Alufolie abzudecken; Kaltes schützen Bienenwachstücher, die man auch gut und schnell selbst machen kann. So ersetzt man nicht nur Alu-, sondern auch Frischhaltefolie. Als Backpapier sollte man wiederverwendbares oder unbeschichtetes, kompostierbares nehmen und statt einem Bratenschlauch lieber den guten, alten Römertopf.

Holz ist antibakteriell und eine wunderbare Alternative für Plastikschneidebretter. Küchenhelfer wie Pfannenwender und Schöpflöffel kann man auch gebraucht kaufen oder bei Neuanschaffung einfach diese Beschaffenheit wählen. Messer gibt es komplett aus Metall oder mit einem Holzgriff.

Anstatt Plastikgeschirr für Kinder zu verwenden, greift man besser zu normalem Geschirr und Besteck. Strohhalme gibt es auch aus Glas. Und ein weiterer Vorteil: Tassen und Gläser kippen nicht so leicht um wie Plastikbecher – weniger Ausgeschüttetes zu putzen für Mama.

Schwieriger sieht es bei elektrischen Geräten aus – die gibt es kaum plastikfrei, aber man kann zumindest darauf achten, dass man hochwertige Geräte kauft, die eine lange Lebensdauer haben und einen möglichst geringen Kunststoffanteil. (dz)

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