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Bürgerversammlung

29.11.2017

Was in Wemding bis 2030 passiert

Nach und nach neu gepflastert werden sollen – wie hier auf der Nordseite des Marktplatzes – in den kommenden Jahren die Gehwege in der Wemdinger Altstadt. Dies ist eines der mittelfristigen Ziele der Kommune.
Bild: Wolfgang Widemann

Rathauschef zieht Bilanz, blickt auf das Historische Fest 2019 und noch ein ganzes Stück weiter in die Zukunft

Wemding hat in Zukunft große Chancen“ – diesen Ausblick wagte Bürgermeister Martin Drexler bei der Bürgerversammlung im Foyer der Stadthalle. Zudem stellte er die Kooperation in der kommunalen Politik heraus, „denn gemeinsam sind wir 2017 gut vorangekommen.“ In seinem Vortrag ging Drexler auf abgeschlossene, laufende und zukünftige Vorhaben der Kommune ein.

Besondere Beachtung schenkte der Rathauschef unter der Überschrift „Wemding im Jahr 2030“ der zukünftigen Entwicklung der Stadt. Ziel sei, die Anzahl der Arbeits- und Bauplätze zu erhöhen, die Infrastruktur zu stärken und dabei trotzdem eine liebenswerte Heimat zu bleiben. Umfangreich skizzierte der Bürgermeister dabei Herausforderungen, wie die Entwicklung der Gewerbegebiete mit entsprechender Verkehrsführung, die Aussiedlung des Feuerwehrhauses mit anschließender Neugestaltung des Schlosshof-Areals, die ärztliche Versorgung sowie das Leerstandsmanagement für die Altstadt.

Als „solide“ bezeichnete Drexler die Finanzplanung der Verwaltung. Seit 2010 steigt kontinuierlich der Anteil, den die Stadt über die Einkommen- und Umsatzsteuer erhält. Für dieses Jahr sind rund vier Millionen Euro veranschlagt. Die Gewerbesteuer (geplante Einnahmen 2017: drei Millionen Euro) bleibe für Wemding „eine große Herausforderung.“ Was die Schulden angeht, konnte die Kommune ihre Verbindlichkeiten leicht auf etwa sechs Millionen Euro senken.

Mit dem Straßen- und Wegeunterhalt – zum Beispiel in Fuchsstraße, Riesblick und Wolferstädter Straße – habe die Stadt im Jahr 2017 wieder einige ihrer Kernaufgaben erfüllt, blickte Drexler zurück. Auch Blühflächen wurden angepflanzt und der Spielplatz in der Tellstraße erneuert. Bei dieser Gelegenheit sprach der Bürgermeister dem Team des Bauhofs ein ausführliches Sonderlob aus. Im Gebiet In der Scheibe wurde die neue Straßenbeleuchtung installiert (Kosten: rund 90000 Euro). Kritisch sah Drexler mehrere Wasserrohrbrüche in diesem Jahr.

Auch vermeintliche kleine Anschaffungen gehen ins Geld, wie der Rathauschef aufzeigte: So kostete die neue nördliche Bande am Eisplatz etwa 15000 Euro. Der barrierefreie Ausbau in der Altstadt ging mit dem Abschnitt von Rathausvorplatz bis zur Mangoldstraße weiter, für Drexler ist dies „ein äußerst wichtiges Thema.“ Zielsetzung sei, hier weitere Maßnahmen folgen zu lassen – zunächst in der Wallfahrtstraße und am Fischkasten.

Mit Mitteln aus der Leader-Förderung wird aktuell das Waldsee-Areal teilweise saniert, um es „zukunftsfest“ zu machen. Rund 100000 Euro kostete das neue Mähfahrzeug für den Bauhof, mit 217000 Euro schlägt der Versorgungs-Lkw für die Feuerwehr zu Buche (Zuschuss: etwa 60000 Euro). Als „schöne Abrundung“ bezeichnete Drexler den dritten Abschnitt im Baugebiet Birket, der dieses Jahr erschlossen wurde.

Einiges habe sich auch im wichtigen Bereich Tourismus getan, freute sich der Bürgermeister. So wurden am Johannisweiher neue Wohnmobilstellplätze ausgewiesen und der Marktplatz ist nun ein WLAN-Hotspot. Positiv blickte Drexler auf die Sanierung der Monheimer Straße durch den Freistaat Bayern zurück. Die Erneuerung der Ortsdurchfahrt wird 2018 im Bereich vom Kloster bis zum Ortsende in Richtung Nördlingen fortgesetzt (wir berichteten).

Kurz ging Drexler auf das Jahr im Stadtteil Amerbach ein, bei der dortigen Bürgerversammlung wurden die Punkte ausführlicher behandelt. Auch in Amerbach wurde in den Unterhalt von Straßen, Geh- sowie Feldwegen investiert, zudem wurde das neue Baugebiet „Kreuter Berg II“ erschlossen. Höhepunkt war das Festwochenende zum 125-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr. Als immenses Problem entwickelt sich für mehrere Amerbacher Grundstücksbesitzer der Biber.

Drexler erwähnte als weitere Aufgaben die Wohnanlage der Hospitalstiftung – die ist in Planung – sowie die Sanierung des Kindergartens St. Marien und der Leonhart-Fuchs-Mittelschule. In die Detailplanung geht es inzwischen bereits für das fünftägige Historische Fest im Frühsommer 2019 mit Schirmherr Horst Seehofer. So steht inzwischen das jeweilige Tagesprogramm, und auch das Motto wurde ausgewählt: „Löwen, Gunst und Gulden – 550 Jahre bayerisch“.

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