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29.06.2009

"Haus der Dämonen": Harter Horror-Film

«Haus der Dämonen»: Harter Horror-Film
Bild: DPA

Berlin (dpa) - Dieser Film ist nichts für schwache Nerven. Zumal die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruhen soll, die eine amerikanische Familie in den 1980er Jahren in Angst und Schrecken versetzt haben.

Regisseur Peter Cornwell erzählt in seinem ersten Langfilm die Geschichte des krebskranken Matt, der mit seiner Familie nach Connecticut zieht, um näher an der behandelnden Klinik zu sein. Wider Erwarten finden die Campbells schnell ein günstiges Haus. Dass sich hier einst ein Bestattungsinstitut befand, ahnt die Familie nicht.

Das Motiv des verwunschenen Hauses ist nicht neu in der Horror-Filmgeschichte und ohne große Umschweife springt der Film mitten ins Geschehen. Direkt nach dem Umzug geschehen merkwürdige Dinge: Matt hat Visionen, sieht Figuren, hört Geräusche. Zunächst geht die Familie davon aus, dass alles an den starken Medikamenten liegt, die der sterbenskranke Junge einnehmen muss. Doch nach und nach weitet sich das Grauen auf alle Angehörigen aus.

Positiv überrascht, dass auch die schwierige Beziehung der überforderten Eltern zueinander sowie zu ihrem kranken Sohn eindrucksvoll in Szene gesetzt wird. Virginia Madsen, bekannt aus der Komödie "Sideways", macht als Mutter Eindruck. So ist "Das Haus der Dämonen" bei allem Horror auch ein Werk über den Umgang mit einem kranken Familienmitglied.

"Haus der Dämonen": Harter Horror-Film

Immer wieder wartet der Film mit Zitaten auf, die aus der Geschichte des Gruselgenres bekannt sind: Es gibt eine Axt-Szene wie in Stanley Kubricks Klassiker "Shining", eine Dusch-Szene ähnlich der in Hitchcocks "Psycho". Echte Horrorfreaks mag das gelegentlich etwas langweilen. Weitgehend verzichtet Regisseur Cornwell jedoch auf billige Effekte, er ist stattdessen auch an der Psychologie der Hauptfiguren interessiert. Die teils sehr opulente Filmmusik tut ein Übriges.

Überzeugend auch die Darsteller, allen voran Kyle Gallner, der den krebskranken Matt mit großem, auch körperlichen Einsatz spielt. In fast jeder Szene steht dem jungen Schauspieler das Leiden geradezu ins Gesicht geschrieben. Nur vereinzelt wirkt das überzogen. Auch der von Elias Koteas ("Der seltsame Fall des Benjamin Button") verkörperte Pastor trägt dazu bei, dass sich "Das Haus der Dämonen" von vielen, konventionellen Gruselstreifen absetzt. In jedem Fall ist dies einer der unheimlichsten Horrorfilme des Kinojahres.

www.hauntinginconnecticut.com

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