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Dattenhausen

23.02.2021

Dattenhauser Egauwehr: Jäger und Fischer nehmen Stellung

Dieser Zaun sorgt in Dattenhausen für Aufregung.
Bild: Bonnenmayer

Nach der Vermutung des Wasserwirtschaftsamts, Jäger oder Fischer würden den Zaun an dem Flussbau immer wieder beschädigen, wehren sich diese. Wer war es dann?

Das Egauwehr in Dattenhausen wurde zwischen den Jahren 1920 und 1930 erbaut – damals mit einer Mauerstärke von circa 50 Zentimetern. Nachdem dann 1945 und 1946 amerikanische Soldaten mit Handgranaten das Fischen in der Egau und auch am Wehr ausübten, wurde das untere Becken sehr stark beschädigt, die obere Wehrmauer bekam Risse und wurde undicht, schreiben Jagdpächter Alexander Wiedenmann und Hubert Wünsch, Vorsitzender des Dattenhauser Fischervereins. Diese Mauer sowie das untere Becken wurden 1969 saniert – und nicht das Wehr, wie das Wasserwirtschaftsamt im Bericht „Wer beschädigt immer wieder den Zaun am Dattenhauser Egauwehr“ von vergangener Woche sagt. Die Sanierung des unter der Egau am unteren Becken erfolgte durch Aushebung einer Grube gefüllt mit circa 6 Kubikmetern Beton, jedoch ohne den Zufluss durch das defekte Becken zu schließen.

Eine böswillige Unterstellung

Zur Vermutung, die Jäger oder Fischer sind die Täter: Das ist schlichtweg eine böswillige Unterstellung, welche wir auf entschiedene Weise zurückweisen. Die Jäger benutzen den Übergang nie, da es sich auf der gegenüberliegenden Gewässerseite um ein fremdes Jagdrevier handelt.

Für die Fischer kam die Absperrung nicht ungelegen, da diese die Badegäste aus den angrenzenden Landkreisen eventuell abgehalten hätte, hier weiter auf der einen Seite zu parken und zu campen und auf der anderen Seite unterhalb des Wehres zu baden. Sie beschädigen dadurch auch die von den Fischern angelegte Laichzone für Salmoniden. Des Weiteren entfernen die Fischer jährlich säckeweise Flaschen, Dosen und Grillutensilien bis hin zu verschmutzter Unterwäsche.

Unrat wie Folien und Autoteile

Von Seiten der Fischer werden jährlich circa 200 Arbeitsstunden aufgewendet, um auch in der Egau den überhandnehmenden Schachtelhalm sowie sonstigen Unrat wie Bretter, Balken, Folien, Planen und Autoteile zu entfernen. Nur durch diese Maßnahmen ist es uns gelungen den natürlichen Nachwuchs der Salmoniden zu gewährleisten und den Bestand der Mühlkoppe zu erhalten und zu fördern. (pm)

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