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Wasserversorgung

29.04.2018

Adelburggruppe plant einen neuen Brunnen

Bild: by-studio, Fotolia

Zweckverband beschließt Haushalt und weitere neue Projekte. Die Nitratwerte steigen

Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Adelburggruppe hat im Gemeinschaftshaus Freienried getagt. Bürgermeister und Gemeinderäte aus 15 teilnehmenden Gemeinden beschlossen unter der Leitung des Verbandsvorsitzenden Erwin Osterhuber die Jahresrechnung 2017, den laufenden Haushalt, eine Satzung sowie die Planung für die kommenden Jahre. Fazit: Der Zweckverband arbeitet erfolgreich und nachhaltig. Bestes Trinkwasser wird an die Kunden abgegeben.

Vorgestellt wurden die Planungen für den Bau eines fünften Brunnens im Eurasburger Forst bis 2021. Dieser soll die Versorgungs- und Ausfallsicherheit auch für die Zukunft gewährleisten. Die Adelburggruppe rechnet dafür mit Kosten von rund 1,5 Millionen Euro. Deutlich wurde dabei, dass auch die Adelburggruppe nicht von den steigenden Nitratwerten im Grundwasser verschont bleibt. In den alten Brunnen sind die Grenzwerte zwar noch lange nicht erreicht, die Werte steigen aber seit Jahren. Auch deshalb ist der neue Brunnen notwendig. Woher die steigenden Nitratwerte kommen, ist noch unklar. Vieles deutet aber darauf hin, dass intensive Landwirtschaft zum Problem beiträgt. Laut Geschäftsleiter Marcus Bitzl wird über eine Neufestlegung des Trinkwasserschutzgebietes rund um die Brunnen mit dem Wasserwirtschaftsamt Donauwörth und dem Landratsamt Aichach-Friedberg diskutiert.

Mit einer Rücklagenzuführung von rund 120000 Euro steigt der Rücklagenbestand der Gruppe auf rund 1,046 Millionen Euro. Bitzl: „Ein erfreuliches Ergebnis. Wir werden diese dringend erforderlichen Rücklagen aber am Ende dieses Jahres investieren und zu einem großen Teil verbraucht haben.“ Der beschlossene Haushalt für das Jahr 2018 hat ein Volumen von 2,6 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt und 1,2 Millionen Euro im Vermögenshaushalt.

2017 wurde in vielen Mitgliedsgemeinden das Leitungsnetz saniert sowie Armaturen ausgetauscht und Pumpen oder Druckminderer repariert. Das wird auch 2018 so fortgesetzt, denn das Leitungsnetz altert. Weiter geht es heuer auch mit dem Austausch der alten Wasseruhren in vielen Haushalten. Sie werden, wie schon 2017 beschlossen, turnusgemäß durch elektronische und fernablesbare Wasserzähler ersetzt. Die größte Investition wird in den nächsten Jahren wohl mit rund zwei Millionen Euro die Sanierung oder der Neubau des Hochbehälters in Längenmoos (Baujahr 1976) sein. Auch der Anschluss eines großen Neubaugebietes in Höfa (Gemeinde Odelzhausen) wird wesentlich teurer als gedacht. Aufgrund des Baubooms sind die Kosten für beauftragte Baufirmen aktuell sehr hoch. Die geplanten Kosten für die wasserseitige Erschließung belaufen sich auf über 400000 Euro.

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