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Chöre verdienen Gehör in der Corona-Debatte

Kommentar Von Magdalena Nilles
16.06.2020

Plus Was die Chöre zu Recht am Verbot für Proben und Auftritte stört.

Schon als Kind war für mich Musik machen das Größte! Nach der Chor- oder Big-Band-Probe war meine Welt immer schwer in Ordnung. Daran hat sich auch bis heute nichts geändert. Alleine aus dem Grund kann ich den Missmut der Sänger verstehen.

Neben dem Spaß am Singen bedauern viele die vertane Probenarbeit. Auch Laienmusiker stecken Zeit, Geduld und viel Herzblut in die Musik. Wenn am Ende der Mühe der Ausfall des Konzerts steht, ist der Ärger verständlich.

Denke ich aber an den Berliner Domchor und die vielen Infizierten, frage ich mich, was wichtiger ist. Für mich geht ganz klar die Gesundheit vor - und das, obwohl mir die Musik eine Menge bedeutet. Sollten das nicht alle so sehen?

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Ist diese Entscheidung der Staatsregierung fair?

Ein Grund für den Aufruhr ist vielleicht ein ganz anderer, nämlich die Frage: Ist die Entscheidung fair? Selbst wenn das Infektionsrisiko bei Chören höher ist als bei Bläsergruppen, besteht ein Risiko in jedem Fall.

Ist es nicht gefährlicher, mit einem großen Orchester zu proben als mit einem kleinen Chor? Die undifferenzierte Entscheidung stört viele Chöre. Blaskapellen Hop, Chöre Flop? So kann die Entscheidung nicht lauten. Chöre verdienen Gehör, wie sie die Lage sehen.

Lesen Sie dazu: Corona als Zerreißprobe für Chöre

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