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Musik

27.02.2019

Die Operette – ein Platz für große Gefühle

Neben der hervorragenden Sopranistin Susanne Rieger überzeugte das Friedberger Kammerorchester.
Bild: Manuela Rieger

Sinfonische Matinée mit dem Friedberger Kammerorchester und Solisten

Guten Anklang fand die sinfonische Matinee des Friedberger Kammerorchesters mit Susanne Rieger und dem Violinisten Marcellin Borsarello im großen Saal des Wittelsbacher Schlosses. Bei Kompositionen von Johann Strauss, Franz Lehar, Emmerich Kálmán oder Jacques Offenbach zeigte sich: Die Operette lebt und erfüllt immer noch die Sehnsucht nach großen Gefühlen!

Das Programm entführte das Publikum in die Welt der ewig jungen Melodien der Oper und Operette, die die Herzen aller Freunde dieser Musikrichtung höherschlagen lassen. Eine musikalische Reise zu Liebeslist und Liebeszwist, Sehnsucht und Träumen mit stetem Happy End. Gute zwei Stunden triumphierte die heile Welt der Operettenbühne über jede Alltagssorge.

Jacques Offenbachs Ouvertüre zu Orpheus in der Unterwelt ist nicht nur ein effektvolles Stück aus dem Milieu der Pariser Nachtlokale, sie ist auch ein Glanzstück des kraftvollen Blechbläsereinsatzes und wurde vom Orchester als Intro gespielt. In Folge erklangen mit exakten Einsätzen Walzer, Polka, Tango und Charleston. Mit Präzision und Elan der Musiker und in stetem Wechsel von dramatischen Melodien und fröhlichen Abschnitten, da war zu erkennen, dass sich das flexible Orchester in diesem musikalischen Repertoire sehr wohl fühlt und das Publikum honorierte mit herzlichem Applaus.

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Den großen Zauber der Operette konnten die Zuhörer bei den ausgesuchten Melodien, gesungen von Sopranistin Rieger, aus der lustigen Witwe oder dem Rosenkavalier, Lieder von Robert Stolz und Paul Lincke genießen. Die Annenpolka von Johann Strauss Sohn oder die Arie „Meine Lippen küssen so heiß“ aus Lehárs Giuditta, klangen beim Publikum wie ein Ohrenschmaus. So war es nicht verwunderlich, dass die Zeit wie im Flug verging.

Im Csardas aus der Csardasfürstin von Emmerich Kálmán konnte Violinist Marcellin Borsarello sein Können unter Beweis stellen. Unter der schwungvollen Leitung von Stefan Immler kosteten die Musiker Stimmungen und Klangfarben schwelgerisch aus. Mit einem Charleston wurde das mitreißende Programm der Sängerin und des Orchesters, mit dem sie sich schnell in die Herzen der Zuhörer gesungen hatte, beendet. Das Publikum stimmte bestens gelaunt in den Refrain mit ein und erklatschte sich etliche Zugaben. Am Ende durfte ein Stück nicht fehlen: der Radetzkymarsch natürlich.

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