Newsticker

Macron verkündet zweiten Lockdown für Frankreich
  1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Es geht vorwärts im Schloss

Umbau

21.05.2015

Es geht vorwärts im Schloss

Der Ausschuss befasst sich schon mit den Details der Gestaltung

Die Bauarbeiten im Wittelsbacher Schloss schreiten voran: Als Erstes wird das Gemäuer praktisch in den Rohbauzustand zurückversetzt. Dazu sind die Entkernung und der Abbruch nicht tragender Teile bereits zu 80 Prozent abgewickelt, hieß es beim Sachstandsbericht des Architekturbüros Braun+ Partner im zuständigen Schlossausschuss. Im Nordflügel haben bereits die Zimmererarbeiten begonnen. Dort müssen Balken freigelegt und repariert werden, die bei einer zurückliegenden Sanierung unsachgemäß behandelt worden waren. Um den Dachstuhl zu stabilisieren, ist außerdem der Einbau eines Ringbalkens aus Stahlbeton nötig. Auch hierfür haben die Arbeiten bereits begonnen.

Der Ausschuss beschäftigt sich inzwischen schon mit den künftigen Gestaltungsdetails. In Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege hatten die Architekten für den Erdgeschossbereich einen geglätteten Sichtstrich vorgeschlagen. Sie verfolgen das Konzept, mit einer zurückhaltenden Gestaltung quasi eine Bühne für Veranstaltungen, Ausstellungen und Aktionen zu schaffen. Der graue Boden gefällt jedoch Bürgermeister Roland Eichmann (SPD) nicht. Die Architekten legten nun verschiedene Alternativen in Form eines Terrazzobodens vor, bei dem der Estrich zum Teil pigmentiert und mit farbigem Granulat vermischt ist. Dies wäre mit Mehrkosten von rund 100000 Euro verbunden.

Wolfgang Rockelmann (Parteifreie Bürger), der selbst von Beruf Architekt ist, warnte vor einer vorschnellen Entscheidung. Er würde ungern einen Bauherrn mit einer 30 auf 30 Zentimeter großen Musterplatte eine so weitreichende Entscheidung treffen lassen, sagte er. Er schlug stattdessen eine Besichtigungsfahrt vor, um Referenzobjekte in Augenschein zu nehmen. Sie soll vor der Sommerpause stattfinden.

Ihre Zustimmung gaben die Stadträte dagegen für eine Änderung beim Bodenbelag im Obergeschoss. Statt geseifter Douglasie werden nun Eichendielen verlegt, von denen man sich eine bessere Haltbarkeit und einen wärmeren Raumeindruck verspricht. Die Mehrkosten liegen bei rund 84000 Euro.

Weitere 53000 Euro kostet die Ausrüstung der Veranstaltungsräume im ersten Stock mit Alarmsicherung. Auf diese Weise soll auch dieser Bereich für Ausstellungen genutzt werden können. Bei den bisherigen Auftragsvergaben hat die Stadt rund 1,1 Millionen Euro eingespart. (gth)

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren