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Ried

05.08.2018

Für die Rieder erfüllt sich ein großer Wunsch

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Der neue Edeka-Markt in der Ortsmitte Ried fügt sich in die örtlichen Gegebenheiten ein. Besonders stolz ist Bürgermeister Erwin Gerstlacher auf das Flachdach, das den Blick auf den Kirchturm nicht verdeckt.
Bild: Christine Hornischer

 Am Mittwoch eröffnet der Edeka-Markt. Noch weitere Projekte für das Zentrum sind geplant

„Endlich ist es soweit“, freut sich der Rieder Bürgermeister Erwin Gerstlacher. Am Mittwoch, 8. August, ab 16 Uhr öffnet der Edeka-Markt in der Ortsmitte mit einer großen Feier. Ab 17 Uhr kann man dann auch einkaufen. Dies ist einmalig, denn „normalerweise“ läuft die Eröffnung eines Edeka-Marktes nur mit den Beteiligten ab. Nicht so in Ried. Auch die Eröffnung selbst läuft „etwas anders“ ab, verrät das Gemeindeoberhaupt. „Mir ist wichtig, dass nicht nur ein ausgewählter Kreis, sondern jeder daran teilnehmen kann“, so Gerstlacher.

Einmalig ist bei dem Projekt, so erläutert Gerstlacher, dass die Gemeinde Bauherr gewesen sei. „Normalerweise sucht man sich einen Investor“, so der Bürgermeister weiter. „Aber dann wäre nach den 16 Jahren der Grund in der Ortsmitte weggewesen.“ Also hatten sich Gerstlacher und sein Geschäftsstellenleiter Andreas Sausenthaler flugs ein ganz neuartiges Konzept überlegt. Und die Rechnung ging auf: Sie konnten den Nahversorger Edeka dazu verpflichten, einen Mietvertrag über 16 Jahre zu unterschreiben, da somit die Investition von 3,16 Millionen Euro umgesetzt sei. So werden die Kosten durch die Miete refinanziert. Zudem erhält die Gemeinde über die Städtebauförderung 240000 Euro für die Gestaltung der Ortsmitte.

Der Gemeinderat war von diesem Plan begeistert. Was im Jahre 2006 begonnen hat, als der damalige Bürgermeister Anton Drexl mit seinem Verhandlungsgeschick das ehemalige Hofgrundstück des „Kocher-Anwesens“ erwerben konnte, findet jetzt ein gutes Ende. Die Bürger bekommen ihre gewünschte Nahversorgung in Ried. Ein wesentlicher Punkt beim Bau war, so Bürgermeister Erwin Gerstlacher, dass dabei wirklich alle interessierten und fachkundigen Bürger mitwirken konnten. So fanden in einer Rahmenplanung 2014 und 2015 drei Bürgerwerkstätten statt. Zwei Gutachten wurden in Auftrag gegeben, beispielsweise auch bei dem bekannten Unternehmensberater Wolfgang Gröll, der sich bei der Gründung von Dorfläden oder „Bürgerläden“ nicht nur in Bayern einen Namen gemacht hat. Auch er sprach sich für einen Einkaufsmarkt aus.

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Schon im Oktober 2017 konnte Bürgermeister Erwin Gerstlacher berichten: „Jeden Tag kann ich von meinem Bürofenster im Rathaus aus beobachten, wie es vorangeht.“ Gerstlacher und Sausenthaler war die Freude über den Beginn des Baues damals wahrlich anzusehen. Mit einem ersten offiziellen Spatenstich, an dem der Bürgermeister selbst das Führerhaus des Baggers übernehmen durfte, wurde der Bau des Lebensmittelmarktes begonnen. „In den Wochen danach war noch intensive Arbeit notwendig. Viele Gespräche waren mit den Behörden erforderlich. Doch ich konnte nach nur kurzer Zeit die Teilbaugenehmigung in den Händen halten“, erinnert sich Erwin Gerstlacher.

Mit dem Bau des Lebensmittelmarktes wird ein Meilenstein für Ried gesetzt. Die Nahversorgung für die Bewohner der Gemeinde Ried sowie der umliegenden Ortschaften wird damit gesichert. Die Bauarbeiten wurden regelmäßig von aufmerksamen Riedern überwacht. Auch Kinder mit ihren Eltern blieben regelmäßig stehen, um die Baufahrzeuge und das Arbeiten zu beobachten. „Eine vergleichbare Großbaustelle wird Ried so schnell nicht mehr haben“, schätzt Gerstlacher. Und er lobt die gute Zusammenarbeit. „Gemeinsam lassen sich Dinge schneller und besser verändern“, so Gerstlacher.

Alexander Mikuta, der neue Edeka-Marktleiter, der aus Kissing kommt, lässt sich in die Karten blicken: „Auf einer Verkaufsfläche von 1040 Quadratmetern werden 18000 verschiedene Waren angeboten. Ein vollautomatisches Bestellsystem sorgt dafür, dass immer ausreichend Bestand und frische Waren vorhanden sind.“ Auch der hintere Gebäudeteil hat seinen Nutzen, da seien nämlich auf 400 Quadratmetern Lagerflächen, Kühlhäuser, Technik, Anlieferung und Sozialräume untergebracht. 24 neue Stellen werden dort entstehen zusammen mit der Bäckerei Wünsche, die am Eingang ihr Domizil hat. Davon werden sieben mit Rieder Bürgern besetzt. Mikuta: „Durch die vielen verschiedenen Warenangebote und die langen Öffnungszeiten von 7 bis 20 Uhr bin ich mir sicher, dass der Edeka in Ried ein Erfolg wird.“

Momentan nicht in das schöne Bild der Ortsmitte passt der Dorfplatz im Bereich des Standortes am Maibaum und der Bushaltestelle. Die Gestaltung ist aber bereits geplant und erfolgt im Rahmen der Städtebauförderung unter Beteiligung der Bürger. „Wie das so ist bei der Städtebauförderung, brauchen wir erst Voruntersuchungen“, erläutert das Gemeindeoberhaupt. Aber die sind in Auftrag gegeben und werden sich bis Ende des Jahres hinziehen. „2019, spätestens 2020 werden wir dies in Angriff nehmen“, verspricht Gerstlacher. Und somit sind der Bürgermeister und die Gemeinde Ried wieder einen Schritt näher an „Ried 2030“ gekommen. Dieses Leitbild definiert die Ziele für die nächsten 15 Jahre und soll als Grundlage für das zukünftige Handeln der Gemeinde Ried sowie als Rahmen für den Gemeindeentwicklungsplan (GEP) dienen.

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