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18.09.2018

Heimelige Atmosphäre für Senioren in Mering

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Ein Team, das zum Wohle des Seniorenheims St. Theresia bestens harmoniert: Generaloberin Schwester Gabriele und Einrichtungsleiterin Eva Finkenzeller vor der Gedenktafel.
Bild: Heike John

Vor 30 Jahren gründeten die Theresienschwestern in Mering das Altenheim. Der besondere Geist dieses Hauses blieb erhalten

 Mit Hilfe eines Ofens, der für heißes Wasser sorgte, wurde die zu betonierende Fläche für das Seniorenheim von Eis und Schnee befreit, so steht es handschriftlich vermerkt unter einem Baustellenfoto vom 1. April 1986. Auf einem anderen Bild schweben an einem Kran hängende Fertigbauteile hoch oben in den Lüften. Ein ganzes Album voller Bilder erinnert an den Bau des Altenheims St. Theresia. Derzeit haben die Theresienschwestern wieder einen aktuellen Anlass, darin zu blättern. Vor 30 Jahren, am 28. Oktober 1988, zog der erste Bewohner in das fertig gestellte Haus ein.

Damit ging für die Schwestern und für die Marktgemeinde ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung. Zum Andenken daran soll gefeiert werden und das Fest wird mit dem Patrozinium, dem Gedenktag der Namensgeberin des Ordens begangen. Zwei Tage vor dem Namenstag der heiligen Theresia von Lisieux, am 29. September, feiert das mittlerweile als Caritas Seniorenzentrum St. Theresia geführte Haus das 30-jährige Bestehen mit einem Festgottesdienst und einem anschließenden Empfang mit Festakt. Eine Gedenktafel im Eingangsbereich des Seniorenzentrums erinnert an die Mitstifter des Altenheims, die Geschwister Hafenmeier. Durch ihre großzügige Schenkung gaben sie den Theresienschwestern damals den nötigen finanziellen Grundstock zu Errichtung des Gebäudes.

Theresienschwestern betraten damals Neuland in der Marktgemeinde

Von Anfang an lag die Sorge um die kranken, behinderten und betagten Menschen in den Händen des kleinen Ordens, der vor 50 Jahren nach Mering kam. Die Schwestern betrachten sie als eine der Kernaufgaben des christlichen Lebens. Mit der Gründung des Altenheims vor 30 Jahren betraten sie Neuland sowohl in Mering als auch in ihrer Gemeinschaft. Einige Schwestern ließen sich damals eigens zu Pflegekräften ausbilden und übernahmen neben Aufgaben in der Küche und in der Pflege betagter Menschen auch die Verwaltung der neuen Einrichtung.

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Von Anfang an galt das Altenheim mit seinem großzügigen Garten, der heimeligen Atmosphäre sowie der hauseigenen Kapelle und dem Anschluss an den Orden als etwas Besonderes. Die Bedürfnisse der im Haus lebenden Bewohner sowie die pflegerischen und gesetzlichen Anforderungen haben sich in den drei Jahrzehnten stetig gewandelt. Bei der Eröffnung 1988 waren von 48 Plätzen nur 25 als Pflegeplätze vorgesehen, die restlichen Zimmer für rüstige Bewohner reserviert. Der zunehmenden Pflegebedürftigkeit der Bewohner und den gestiegenen Anforderungen wurde im Laufe der Jahre immer wieder mit Renovierungs- und Umbaumaßnahmen Rechnung getragen. Eine größere Baustelle ergab sich 2006 durch den Anbau zur Erweiterung der Aufenthaltsräume in jedem Stockwerk.

Nach 23 Jahren übernahm die Caritas in Mering

Nach 23 Jahren gab die Gemeinschaft die Verantwortung in die Hände des Caritasverbandes ab, um somit die Zukunft der Senioreneinrichtung in der Marktgemeinde zu sichern. In einer eineinhalbjährigen Kooperationsphase wurde der Trägerwechsel zum 1. Juli 2011 in die Wege geleitetet. Das Haus wird jedoch im Sinne des christlichen Auftrags der Gründerinnen weitergeführt. „Die Schwestern haben uns ein tolles Haus übergeben und ihr guter Geist ist nach wie vor zu spüren“, schwärmt Einrichtungsleiterin Eva Finkenzeller. Als Pflegedienstleiterin kam sie vor sieben Jahren nach St. Theresia und wurde drei Jahre später Einrichtungsleiterin. Nun soll die gelernte Krankenschwester mit eine Studienabschluss in Pflegemanagement innerhalb der CAS Caritas Augsburg Solidarwerk gGmbH eine neue Aufgabe übernehmen und wird im Rahmen der bevorstehenden Jubiläumsfeierlichkeiten verabschiedet.

Inzwischen gibt es im Haus einen Versorgungsvertrag für 60 Betten in Einzel- und Doppelzimmern. Von den 53 Mitarbeitern arbeiten 32 in der Pflege. Geändert hat sich viel. „Durch das 2016 erlassene Gesetz zur Stärkung des Nachtdienstes haben wir beispielsweise die kompletten Arbeitsabläufe überprüft, den Tag verlängert und die Nacht verkürzt“, erklärt Eva Finkenzeller. Gemeinsam mit Pflegedienstleiterin Petra Schubert als Gerontofachkraft wurde der Alltag der Bewohner besser strukturiert und das Betreuungsangebot bis 21 Uhr abends erweitert. Auch das Palliativkonzept zur Begleitung schwer kranker und sterbender Bewohner wird gerade überarbeitet.

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