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Affing

26.07.2010

Nass von oben und von unten

Katharina, Annalena und Franziska sitzen hier mit dem Affinger Wasserwart Stefan Steinherr auf einem alten Wasserrohr aus Holz. Es wurde bei Arbeiten am Abwassersystem der Gemeinde Affing am Mandlingholz in Affing gefunden und diente der Wasserversorgung der Affinger Schlossökonomie. Fotos: Martin Golling
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Katharina, Annalena und Franziska sitzen hier mit dem Affinger Wasserwart Stefan Steinherr auf einem alten Wasserrohr aus Holz. Es wurde bei Arbeiten am Abwassersystem der Gemeinde Affing am Mandlingholz in Affing gefunden und diente der Wasserversorgung der Affinger Schlossökonomie. Fotos: Martin Golling

"Tag des Wassers" war in Affing am Samstag, doch der fiel wegen des Regens, immerhin 60 Millimeter pro Quadratmeter, buchstäblich fast ins Wasser.

Pfarrer i. R. Jakob Zeitlmeir las vor dem Segen für die neue Anlage aus dem 2. Buch Moses jene Stelle, in der das Volk am Berg Horeb gegen Moses murrt. "Es fehlt nicht viel, und sie steinigen mich", schreit der Prophet klagend zu Gott. Wasser aus dem Felsen rettet ihn und das Volk. "Eine Handvoll Wasser ist nicht selten wertvoller als Silber oder Gold", rückte Zeitlmeir das kostbare Nass aus dem neuen Brunnen in seiner Wertigkeit zurecht.

Rudi Fuchs erinnerte ebenfalls daran, dass "etwa 1,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben und rund 1,5 Millionen Kinder jährlich an Krankheiten sterben, die auf mangelhafte Wasserversorgung zurückzuführen sind. Gemessen an dieser globalen Problematik, befinden wir uns in Bezug auf Qualität und Quantität in einer überaus komfortablen Situation", sagte Fuchs vor rund 25 Gästen bei der offiziellen Inbetriebnahme. Der Bürgermeister dankte den am Bau beteiligten Firmen und dem Wasserwart Stefan Steinherr.

Peter Feile gratulierte als Vertreter des Landkreises Aichach-Friedberg der Gemeinde Affing zur Eröffnung des Brunnens. Der Landrat freute sich über die Sensibilität, die die Gemeinde Affing mit dem Tag des Wassers im Umgang mit dem Lebens-Element zeige.

Nass von oben und von unten

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Sonja Wolter hat für das Aichacher Ingenieurbüro "Boden und Wasser" (Hurler) die Arbeiten am Brunnen geleitet. Sie berichtete, mit dem Brunnen sei Affing in der Lage, bestes Trinkwasser ohne jegliche Aufbereitung durch Chlorung oder UV-Bestrahlung zur Verfügung zu stellen. Das Wasser, das sich in diesem Brunnen sammle, habe fünf bis 20 Jahre gebraucht, um durch die Bodenschichten zu sickern.

Dr. Michael Hennig vom Gesundheitsamt Aichach bezeichnete seine Behörde als die Polizei in Bezug auf Trinkwasser. Er blieb im Polizei-Bild: "Affing fährt weit unterhalb der Geschwindigkeitsbeschränkung. So gutes Wasser finden Sie in Mineralwasserflaschen nicht", so der Experte. Außerdem sei es ökologisch sinnvoller, das Wasser aus dem Hahn zu nutzen. Da müsse kein Kasten geschleppt, keine Flasche gespült oder produziert werden, warb Dr. Hennig für das "Lebensmittel Nummer eins" aus dem Hahn. Man solle doch bei diesem Gut nicht nur von Trinkwasser sprechen, sondern eher "trink Wasser!" rufen.

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