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Spende

15.12.2014

Orangenkisten fürs Ohr

Friedrich Geiger von der Eva-König-Köberle-Stiftung überzeugte sich zusammen mit seiner Frau Elisabeth und Schatzmeister Christian Wenninger (sitzend links) davon, dass die Spende für die Kistentrommeln perfekt eingesetzt ist.
Bild: Heike John

Ein neuer Satz Trommeln für die Ambérieu-Schule

Mit einem Trommelwirbel begrüßte eine komplette vierte Klasse der Ambérieu-Grundschule ihre Gäste von der Eva-König-Köberle-Stiftung. Alle Schüler von der ersten bis zur viertem Jahrgangsstufe waren in der Aula zusammengekommen, um sich in einer kleinen Feierstunde zusammen mit Konrektorin Sonja Klar für ein großes Geschenk zu bedanken. Denn dass bei über 20 Schülern jedes Kind auf einer eigenen Kistentrommel den Rhythmus schlagen kann, ist nicht selbstverständlich.

Die Stiftung aus dem Vermögen einer ehemaligen Lehrerin und Schulaufsichtsbeamtin (siehe Infokasten) machte es möglich. Mit diesem Geld konnten die Bausätze für die Cajon genannten Trommeln angeschafft werden und Schülereltern bauten sie zusammen. Im Halbkreis hatten die Schüler ihre Instrumente vor den Gästen aufgebaut und saßen beim Spielen auch darauf. Auf jeder Kistentrommel war ein Buchstabe aufgeklebt, sodass im Halbrund der Name „Grundschule Ambérieu Mering“ zu lesen war.

Die Begeisterung für das Musizieren auf den Cajons entdeckten die Schüler bei einem Workshop im Mai. Hier entstand der Wunsch, solche Sitzinstrumente für die Schule anzuschaffen. Und da die beiden Schülerinnen Julia und Annika einen Opa haben, der gleichzeitig Vorsitzender der Eva-König-Köberle-Stiftung ist, klappte es mit der Finanzierung der nicht ganz preiswerten Instrumente.

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2000 Euro machte Friedrich Geiger, ein ehemaliger Arbeitskollege von Eva König-Köberle, dafür aus der Stiftung locker. Zusammen mit seiner Frau Elisabeth und seinem Schwiegersohn Christian Wenninger, Schatzmeister der Stiftung und Papa der beiden Schülerinnen, überzeugte er sich beim kleinen Trommelkonzert, dass das Geld gut angelegt ist.

Nacheinander spielten zwei vierte Klassen unter der Leitung von Lehrerin Sabine Schiltbach und Konrektorin Sonja Klar flotte Rhythmen und sogar einen eigenen Montagssong für müde Schüler mit dem Refrain „Rauf und runter, rauf und runter, warum bin ich heut nicht munter?“ Die Viertklässlerin Julia Wenninger erklärte den anwesenden Schülern auch die Herkunft der Cajons. Sie stammen aus Peru oder Kuba und waren ursprünglich Transportkisten für Fische oder Orangen und die Sklaven afrikanischer Herkunft verwendeten sie als Trommelersatz.

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