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Mering

27.05.2019

Plastikfrei einkaufen mit der Zukunftstasche

Die Mitglieder des Bündnisses Nachhaltiges Mering freuen sich gemeinsam mit den Sponsoren über die Meringer Zukunftstasche: (von rechts) Michael Dudella, Anton Weber, Thomas Kowalski, Esther Obst-Kennedy mit einem Exemplar des Stoffbeutels, Margit Ludwig, Hans Schneider und Christian Matros.
Bild: Heike John

Das Meringer Bündnis für Nachhaltigkeit bietet zur Vermeidung von Verpackungsmüll nun Baumwollbeutel für Obst, Gemüse und Brot.

Für umweltbewusste Meringer, die Wert auf einen möglichst verpackungsfreien Einkauf legen, hält das Bündnis für Nachhaltigkeit nun Beutel aus Biobaumwolle bereit. Loses Obst und Gemüse lässt sich darin perfekt an der Kasse abwiegen. Auch Semmeln und Brezen an der Bäckertheke können hygienisch transportiert werden und somit die obligatorische Papiertüte vermieden werden. Unter dem Titel „Zukunftstasche“ sind die Beutel zunächst bei Edeka Kowalski und am 7. Juli auch auf dem Nachhaltigkeitsfest im Lippgarten erhältlich.

„Wir sind froh, dass wir nun nach längerer Suche eine gute nachhaltige Alternative zu Papiertüten und Plastikbeuteln beim Einkauf von Brot, Obst und Gemüse gefunden haben“, freut sich Esther Obst-Kennedy vom Bündnis für Nachhaltigkeit. Wie sie beobachten konnte, haben bereits viele umweltbewusste Verbraucher Gemüsenetze und Obstbeutel in Gebrauch und es war dem Bündnis ein Anliegen, sich in diesem Bereich ebenfalls zu betätigen. Eingehend haben sich die engagierten Mitglieder über die möglichen Alternativen und die Kosten informiert.

Zukunftstasche besteht aus Biobaumwolle und wird fair genäht

Fündig wurden sie bei der Münchner Firma Naturtasche, die Taschen aus Biobaumwolle fair nähen und in einer Behindertenwerkstatt bedrucken lässt. Die naturfarbenen Beutel, die per Raffband zugezogen werden können, tragen ein blaues Label mit dem Aufdruck „Zukunftstasche Nachhaltiges Mering“. Dieses wurde vom Meringer Grafiker Joachim Pagel gestaltet. Mit dieser Aufschrift „Nachhaltiges Mering“ macht das Bündnis auf seine Arbeit für Nachhaltigkeit aufmerksam.

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Nur dank der Bereitschaft der Raiffeisenbank und von Edeka, sich als Sponsoren zu engagieren, konnte das Vorhaben des Bündnisses umgesetzt werden, denn die stabilen, mit 60 Grad waschbaren Beutel samt Aufdruck sind in der Herstellung nicht ganz billig.

„Die jetzt vorgestellte Zukunftstasche ist als Fortsetzung unserer Aktionsreihe zur Vermeidung von Verpackungsmüll zu verstehen“, erklärt Michael Dudella vom Nachhaltigkeitsbündnis. Gestartet wurde im vergangenen Jahr mit dem Kaffeebecher aus Bambus. Eine weitere Aktion war der Appell an die Geschäfte, Mehrwegbehältnisse beim Einkauf zu akzeptieren. Für diese Initiative des Landratsamtes setzten sich die Bündnismitglieder vor Ort ein, sodass in Mering bereits einige Läden teilnehmen und die mitgebrachte Glasschale oder die Tupperbox akzeptieren.

Edeka-Betreiber Kowalski sieht bei Kunden die Bereitschaft zum Plastikverzicht

Nun wird die Idee der Vermeidung unnötiger Verpackung mit den Stoffbeuteln weitergeführt. Zunächst wurden 500 Taschen in Auftrag gegeben. „Unser Einstiegsmodell hat ungefähr die Größe eines DIN-A4-Blattes. Langfristig wollen wir auch größere sowie kleinere Formate anbieten“, informiert Esther Obst-Kennedy. „Auch uns in der Raiffeisenbank ist das Thema Nachhaltigkeit sehr wichtig“, betonte der Meringer Geschäftsstellenleiter Anton Weber bei der Vorstellung der Stoffbeutel. Darum war er auch persönlich und gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Margit Ludwig zur Übergabe der Taschen im Meringer Edeka-Markt gekommen. Dort sind die Stoffbeutel nun erhältlich und einsetzbar.

Betreiber Thomas Kowalski hat bei den Kunden durchaus eine Bereitschaft zum Tütenverzicht beobachtet. „Bei den Konsumenten ist etwas im Gange und drum muss man nun auch tätig werden“, so begründet er seine finanzielle Unterstützung der Gemüse- und Brotbeutel-Idee. Die Bündnismitglieder hoffen, dass die Meringer sich spätestens beim Fest am 7. Juli mit den Stofftaschen eindecken.

Am Sonntag, 7. Juli, findet wieder das jährliche Nachhaltigkeitsfest im Lippgarten statt. Dieses Mal als Zukunftsmarkt. Unter den vielen Anbietern, die sich von 12 bis 18 Uhr präsentieren, sind auch lokale Schulen und Kindergärten sowie Künstler mit von der Partie. Bei schlechtem Wetter wird mit der Veranstaltung in die Mehrzweckhalle ausgewichen.

Lesen Sie dazu auch: Interview: Wie jeder leicht Müll vermeiden kann und Mit der Tupperbox in Mering einkaufen

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