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05.02.2015

Ried plant Anbau für die Schule

Die Gemeinde Ried lässt sich die Nachwuchsförderung einiges kosten.

 Sportliche Finanzplanung ohne Kreditaufnahme. Größere Ausgaben stehen bei den Straßen an. Aber auch die Betreuung und Bildung der Kinder lässt sich die Kommune etwas kosten.

Harmonisch und von allen Seiten diskussionsbereit verlief die Vorberatung des Rieder Verwaltungs- und Vermögenshaushalts einschließlich der Finanzplanung bis 2018. Zusammen mit Bürgermeister Erwin Gerstlacher legte Kämmerer und Geschäftsführer Andreas Sausenthaler den Entwurf vor. Das Wichtigste hatte er für die Mitglieder des Rieder Haupt- und Finanzausschusses in Kürze zusammengefasst.

lVerwaltungshaushalt Demnach beläuft sich das Volumen des Verwaltungshaushaltes in diesem Jahr auf 4,36 Millionen Euro. Dies sind etwa vier Prozent weniger als im Vorjahr. Er schließt mit einem Überschuss in Höhe von rund 87000 Euro. Dieser Betrag kann dem Vermögenshaushalt zugeführt werden und steht dort für Investitionen zur Verfügung.

lVermögenshaushalt Das Volumen des Vermögenshaushaltes 2015 beträgt 3,43 Millionen Euro und somit 22 Prozent weniger als im Vorjahr. Zum Ausgleich des Haushaltes bedarf es einer Rücklagenentnahme in Höhe von nur 387000 Euro.

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lWichtige Investitionen Posten für Posten wurden die Ansätze besprochen. So wurde auf den Rat der Ausschussmitglieder die geplanten 70000 Euro für Tiefbaumaßnahmen in der Ringstraße/Goldwiesenstraße schon für dieses Jahr und nicht erst 2016 eingestellt. Im Zuge der Kanalerneuerung in einem der ältesten Baugebiete Rieds soll auch gleich die Wasserleitung erneuert werden.

Eine enorme Ausgabenlast kommt auf die Gemeinde mit dem nötigen Grundstückskauf zum Ausbau der Sportheimstraße zu. 785000 Euro wurden dafür angesetzt, davon sind 515000 Euro für den Kauf des Ackers vorgesehen. Die restliche Summe von 270000 Euro soll weitere Grundstücksankäufe ermöglichen. Für die neu zu gestaltende Ortsmitte wurden in diesem Jahr 15000 Euro zur Bauleitplanung veranschlagt. 2016 sieht die Finanzplanung die Summe von 100000 Euro zur Bauwerksplanung vor.

Ein großer Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt sind die 108000 Euro für die Sanierungsarbeiten der Staatsstraße Baindlkirch- Tegernbach-Eismannsberg. Eine ganz neue Kostenstelle im Verwaltungshaushalt ist die Umlagezahlung an die Versorgungskasse für das Ruhegeld von Anton Drexel. Denn mit ihm ging in Ried erstmalig ein berufsmäßiger Bürgermeister in den Ruhestand. Erstmals hörten die Räte in der Sitzung auch von einem geplanten Anbau an der Rieder Schule für zwei weitere Klassenzimmer, für den 50000 Euro Planungskosten angesetzt sind, da ab Herbst wieder zweigleisig gefahren werde. Überhaupt lässt sich Ried die Nachwuchsförderung einiges kosten. Ein gravierender Posten ist der Gastschulbeitrag an die Mittelschule Kissing, der von 190000 auf 230000 Euro erhöht wurde. Die Pauschale, in die auch die Schülerbeförderung eingeschlossen ist, wird im Gemeinderat mit Sicherheit für Erklärungsbedarf sorgen. Auch der Investitionskostenanteil von 938000 Euro für die Mittelschule müsse noch transparent gemachte werden.

Das hohe Defizit von mehr als 241000 Euro in der Kindergartenbetreuung veranlasste Gerald Modlinger (Bürgergemeinschaft) zu der Nachfrage, ob sich die Gemeinde dies auf Dauer leisten wolle.

„Wir haben hier eine sehr sportliche Finanzplanung“, resümierte Erwin Gestlacher am Ende der Sitzung. „Es ist erfreulich, dass es so gut ’nausgeht, denn erst dachte ich mir, dass wir einen Kredit aufnehmen müssen“. Es gebe viele Möglichkeiten, in eine Planung einzugreifen, damit es für die Gemeinde gut verlaufe. Auch die Einnahmen seien sehr vorsichtig angesetzt und lägen mit Sicherheit höher, führte Gerstlacher als zusätzliche Absicherung an. „Bis 2018 werden wir wieder ganz gut schließen“, konnte Kämmerer Sausenthaler zudem beruhigen.

„Guter Haushaltsplan, sauber erklärt“, kam das Lob aus dem Munde von Johann Weiß (Freie Wähler). In Vorbereitung zur Gemeinderatsitzung versprach Andreas Sausenthaler einen zusammenfassenden Vorbericht als Informationsgrundlage für alle Gemeinderäte. „Der wird aber mit rund 15 bis 20 Seiten sehr viel umfangreicher als die Jahre zuvor“, kündigte der Kämmerer an.

Die Diskussion ist geschlossen.

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