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Bürgerversammlung in Ried

16.11.2017

Ried will die familienfreundlichste Kommune im Landkreis werden

Erst im Oktober feierte Ried Hebauf für die Erweiterung der Schule. Die Gemeinde investiert viel in die Kinderbetreuung. Das und mehr war Thema in

Ried tut viel für seine Bewohner und bezieht sie bei Entscheidungen mit ein. Für den ersten Einkauf im neuen Supermarkt kann der Bürgermeister auch schon einen Termin nennen.

Bei der Bürgerversammlung im Rieder Hof wurde einmal mehr deutlich, dass sich in der Gemeinde Ried mit ihren sechs Ortsteilen vieles tut. Sei es die neue Rieder Ortsmitte, das Dorfzentrum für Hörmannsberg oder eine ganze Reihe von Investitionen hin zum selbst gesetzten Ziel, eine der familienfreundlichsten Kommune im Landkreis zu werden.

„Kinder und Jugendliche sind die Zukunft unserer Gemeinde“, sagte Bürgermeister Erwin Gerstlacher und berichtete den über 50 Anwesenden, dass die Kindergärten und Kinderkrippe der Gemeinde die niedrigsten Gebühren bei bester Personalausstattung hätten. Das sei zwar nicht kostendeckend, so Gerstlacher, aber dafür eine Investition in die Zukunft. So solle auch der Umbau der vierten Kindergartengruppe in Ried schleunigst beginnen. Allerdings müsse noch darauf gewartet werden, dass die Grundschulerweiterung realisiert wird, da das Sekretariat und das Rektorat im Kindergarten untergebracht seien.

Ried setzt auf hohen Personalschlüssel in der Kinderbetreuung

„Wir haben bereits viel gebaut, sind derzeit am Anbau der Grundschule und wollen noch Räume für die Krippenbetreuung in Baindlkirch umsetzen. Wir schaffen Baugebiete, in denen junge Familien ein Zuhause finden können“, konnte Gerstlacher zusammenfassen. Damit die Kinder auch wirklich gut versorgt werden, wird in den Kindergärten bzw. in der Kinderkrippe so viel Personal beschäftigt, dass die Gemeinde zu einem Betreuungsschlüssel von inzwischen unter 7 Punkten angelangt ist. Zum Vergleich: Der gesetzlich geforderte Betreuungsschlüssel liegt bei unter 11 Punkten. So sei die Gemeinde ihrem Ziel, die familienfreundlichste Gemeinde im Landkreis zu werden, ein ganzes Stück näher gekommen.

Ein zweites Hauptthema bei der Bürgerversammlung war die Ortsmitte von Ried. Ein wesentlicher Punkt dabei war, so das Gemeindeoberhaupt, dass dabei auch die Bürger mitwirken konnten. Schließlich werde viel Geld in die Hand genommen. Entsprechend habe er auch den Nahversorger Edeka dazu verpflichtet, einen Mietvertrag über 16 Jahre zu unterschreiben, da dann die Investition von 3,16 Millionen Euro umgesetzt sei. Juni 2018 soll das Geschäft eröffnen. Der Café-Vorplatz und der Dorfplatz sollen eine homogene Ortsmitte ergeben. Mit diesem Konzept und barrierefreien Wohnungen als Anziehungspunkt hofft Gerstlacher, auch wieder eine medizinische Versorgung nach Ried zu bringen. Die vielen Förderungen, die die Gemeinder erhält, waren ein Grund für Gemeinderat Ingo Lanius „einmal ein ganz dickes Danke“ zu sagen. Der Sprecher der Lebensqualität Ried sah damit die Attraktivität der Gemeinde gesichert.

Das Dorfzentrum in Hörmannsberg soll auch neu gestaltet werden. Wie berichtet, soll zum Friedhof ein barrierefreier Zugang gelegt werden (Gesamtkosten 533000 Euro inklusive Planung, davon 188000 staatliche Zuschüsse) sowie das Feuerwehrhaus erweitert werden (Gesamtkosten 285000 Euro, davon 27500 Euro staatlich gefördert). Auch soll Hörmannsberg eine neue Bushaltestelle bekommen, für die 9000 Euro aus dem Gemeindesäckl entnommen werden. Alles in Allem wächst und gedeiht also die Gemeinde, deren Einwohnerzahl kontinuierlich auf derzeit rund 3000 Menschen angestiegen ist.

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