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Friedberg

14.11.2019

So geht es mit den Marktsonntagen in Friedberg weiter

Besonders das Kürbisfest mit Oldtimermarkt im September zog dieses Jahr zum Marktsonntag viele Besucher in die Friedberger Innenstadt. Auch die anderen Mottos – Blumenfest, Früchtefest und Plätzlefest – fanden großen Anklang. Aktiv-Ring und Stadt wollen deshalb das Grundgerüst der Veranstaltungen beibehalten. Im kommenden Jahr soll auch die Bayerische Landesausstellung einen Schub geben.
Bild: Oliver Wolff

Plus Nach einem Jahr mit neuem Konzept zeigen sich Renate Mayer vom Aktiv-Ring und Hans-Jürgen Trinkl von der Stadt Friedberg zufrieden. Was besser werden kann.

Heuer haben Sie die Friedberger Marktsonntage auf neue Füße gestellt. Unter anderem gibt es nun immer ein Motto, wie zuletzt mit dem „Plätzlefest“. Wie fällt Ihre Bilanz aus?

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Hans-Jürgen Trinkl: Großes Glück hatten wir an allen vier Terminen mit dem Wetter, das hat zu erfolgreichen Veranstaltungen beigetragen. Aber auch sonst ziehen sowohl Stadt als auch Aktiv-Ring glaube ich ein hervorragendes Fazit.

Renate Mayer: Da kann ich nur zustimmen. Viele Händler berichten mir, dass sie seit über 20 Jahren nicht so gute Umsätze gemacht haben. Teilweise strömten fast schon zu viele Leute durch die Straßen in der Innenstadt. Auch das Plätzlefest vergangenen Sonntag lief gut. Ein Bekannter hat mir berichtet, er sei schon gegen 10 Uhr kaum noch durchgekommen. Mich freut es, dass viele Menschen von außerhalb die Marktsonntage besuchen – zum Beispiel aus dem Dachauer Land oder aus Fürstenfeldbruck.

So geht es mit den Marktsonntagen in Friedberg weiter

Friedberger Einzelhandel bei Marktsonntagen wieder besser sichtbar

Worin sehen Sie die Hauptgrunde dafür, dass es offenbar neuen Schwung für die Veranstaltungen gab?

Trinkl: Wir haben die Einzelhändler wieder verstärkt ins Boot geholt. Vorher ergab es kein gutes Bild, weil es für die Besucher so aussah, als würde von dieser Seite wenig kommen. Nun ist aber wieder das ganze Zentrum belebt, die Geschäftsleute nutzen die ihnen vorbehaltenen Freiflächen in der Ludwigstraße aktiv aus. Aber ehrlicherweise muss man noch einen anderen Punkt anführen...

Der da wäre?

Trinkl: Heute geht nichts mehr ohne gezielte Werbung. Da ist das Budget gestiegen. Die Märkte waren in der Vergangenheit vielleicht gar nicht wirklich schlechter, aber wir sind heuer über Plakate, Radiospots und Anzeigen in die Offensive gegangen. Zudem hat sich sicher ausgezahlt, dass wir die Mottos so stark kommuniziert haben. Aufpassen müssen wir allerdings ein wenig, dass sich die Umsätze nicht zu stark verteilen und dadurch bei manchen zurückgehen. Das hängt auch mit den Ständen in der Bauernbräustraße und der Jungbräustraße zusammen.

Mayer: Positiv würde ich noch anführen, dass der Marktbus jetzt alle 30 statt alle 60 Minuten fährt. In den Vorjahren war er manchmal ziemlich leer, mittlerweile wird er aber wieder gut genutzt.

Konzept der Friedberger Marktsonntage soll bleiben

Sie zeigen sich beide überwiegend zufrieden mit dem abgelaufenen Jahr. Wie soll es mit den Marktsonntagen weitergehen?

Trinkl: 80 Prozent der Fieranten kommen in der Regel wieder. Es wird also kein völlig neues Sortiment geben.

Mayer: Das Konzept ist auf fünf Jahre angelegt, wir möchten das Grundgerüst so belassen. Große Experimente gehen wir nicht ein, denn den Menschen scheint es so zu gefallen. Noch mehr im Fokus sollen aber die jeweiligen Themen stehen. Wenn also Plätzlefest ist, sollte einem das noch stärker auf dem Markt begegnen.

Wie wollen Sie das machen?

Mayer: Anfang 2020 setzen wir uns mit dem Einzelhandel zusammen und besprechen, was man gemeinsam auf die Beine stellen kann. Wir sind da offen für die Wünsche und Anregungen der Geschäftsleute. Sie tragen das Ganze insgesamt schon gut mit. Aber manchmal machen es Kleinigkeiten wie ein Kürbis vor der Tür zum Kürbisfest oder ähnliches. Dass das so ist, ist mir gerade erst wieder klar geworden. Auf mich kam am Sonntag ein Pärchen aus Mering zu. Und die beiden haben gesagt, sie seien hergefahren, weil ja nur hier dieses Plätzlefest stattfindet. Das verfängt also stark.

Trinkl: Man darf auch nicht vergessen, dass 2020 besondere Chancen für Friedberg bietet...

Bringt Landesausstellung Marktsonntagen in Friedberg Aufschwung?

Sie meinen die Landesausstellung im Landkreis, die zehntausende Besucher anziehen dürfte.

Trinkl: Ganz genau. Die Märkte sollen davon ebenfalls profitieren. Wir haben ja bereits beim Plätzlefest für die Landesausstellung geworben und die Gäste informiert. Da bestand großes Interesse. Ansonsten wird es darauf ankommen, dass wir die verbesserte Kommunikation zwischen Handel, Aktiv-Ring und Stadt beibehalten. \u0009"Kommentar

  • Termin Der nächste Marktsonntag, der Judikamarkt mit Blumenfest, findet am 29. März 2020 statt.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Bei Marktsonntagen auf Klasse statt Masse setzen

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