Kultur

11.10.2019

Tanzende Pompons

Je nach Lichteinfall wird die Arbeit von Suzan Shutan dreidimensional. Man kann dagegen streichen oder pusten und die Pompons tanzen.
Bild: Manuela Rieger

Die Eröffnung der Ausstellung „Dots, points & circles“ ist ein voller Erfolg. 19 Künstler zeigen in der Galerie Weil, was in ihren Ateliers entstanden ist

Die Ausstellungseröffnung „Dots, points & circles“ in der Galerie Claudia Weil war ein voller Erfolg. Die Griesbachstraße war bei der Vernissage im Ausnahmezustand. Nach langer Parkplatzsuche eroberte die Kunst in der Galerie die Aufmerksamkeit der zahllosen Besucher. Und wie ihr das gelang!

Betrachter verweilten vor Gemälden, Radierungen, Fotografien, Skulpturen und Installationen, ließen sich von den Kunstschaffenden Techniken erläutern, kamen miteinander ins Gespräch, diskutierten, beobachteten. Jeder begab sich auf seinen eigenen Rundgang entlang von Bauzäunen, die zu Aufstellern umfunktioniert worden waren.

19 Künstler zeigen in der Galerie, was in ihren Ateliers entstanden ist, sieben von ihnen luden zum Gespräch. „Ich bin sehr gespannt, was mich hier erwartet, das sieht ja vielversprechend aus“, rätselte die Studentin Verena Sievers, die gemeinsam mit ihrer Schwester Sophia die Ausstellung erkundete. Margot Börner hatte indes ihre Favoriten bereits ausfindig gemacht. „Ich finde diese Acrylarbeit wunderschön“, erklärte sie und zeigte auf die Arbeit von Marie-Luise Heller. Diese Gespräche sind es, die Besucher und Künstler bei dieser Ausstellung gleichermaßen auskosteten, die Leute waren neugierig. Draußen erreichten immer neue Besucher die Galerie, Claudia Weil blickte zufrieden in die Runde. „Ein halbes Jahr Vorbereitung hat sich gelohnt“, erklärte sie erleichtert. Weil hat äußerst positive Rückmeldungen bekommen. Was ist zu sehen? Als Urform ist der Punkt das einfachste und kleinste Formelement, das wahrgenommen werden kann. Wie ein Punkt oder Punkte gesehen werden, hängt davon ab, wie sie angeordnet sind, ob sie in Reihung auftreten, vereinzelt Akzente setzen oder ohne System gestreut sind. Manchmal bilden sich Raster und Muster oder es werden optische Täuschungen erzielt. Die Ausstellung „Dots, points & circles“ will die Formen Punkt, Kreis und Kugel in zahlreichen Variationen zeigen. Gestalterische Kriterien wie Komposition, Reihung und Verdichtung, Spannungsverhältnisse von Form und Fläche, Anordnung oder auch der Rhythmus werden an Werken aus den Bereichen Grafik und Malerei sowie Skulpturen durchgespielt.

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Wie bei Suzan Shutan, einer Künstlerin aus New York, die sehr spielerisch in ihren oft extrem farbigen Installationen den Punkt feiert. Shutan nennt dieses Werk „PomPom“. Diese textilen Teile kennt jeder, sie werden ganz unterschiedlich verwendet und auf Drähte gespießt, herrlich bunt. Shutan macht daraus Kunstwerke, ganze Museen hat sie schon ausgekleidet mit hunderten dieser Pompons. Diese Installation darf angefasst werden.

Die Ausstellung „Dots, points & circles“ in F Rinnenthal, Griesbachstraße 19 ist bis 9. Dezember zu sehen, Freitag und Samstag von 15 bis 18 Uhr und jederzeit nach telefonischer Vereinbarung unter 0171/3787487.

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