Newsticker

Rund 150.000 Corona-Infizierte und fast 3000 Tote in den USA
  1. Startseite
  2. Geld & Leben
  3. Deutsche Post macht Pakete für Privatkunden wieder billiger

Paketpreis

05.02.2020

Deutsche Post macht Pakete für Privatkunden wieder billiger

Die Deutsche Post wird ihre erst kürzlich erhöhten Preise für Pakete von Privatkunden wieder günstiger machen.
Bild: Monika Skolimowska, dpa-Zentralbild, dpa

Um Pakete zu verschicken, muss man als Kunde bei der Post seit Jahresbeginn mehr Geld auf die Theke legen. Zu viel, findet die Bundesnetzagentur. Nun gibt die Post klein bei.

Auf Druck der Bundesnetzagentur wird die Deutsche Post ihre kürzlich in Kraft getretene Preiserhöhung für Pakete zurücknehmen. Die Behörde hatte die Preise als zu hoch beanstandet und ein offizielles Verfahren eingeleitet. Die Preise sollen zum 1. Mai wieder gesenkt werden. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. "Wenn wir das Verfahren zu Ende geführt hätten, hätte es noch Jahre gedauert, bis wir eine Entscheidung bekommen hätten", sagte ein Sprecher. "Selbst wenn wir das inhaltlich anders bewerten, sollten wir nicht unnötig Zeit und Kosten investieren."

Die Post erhöhte den Preis zu Beginn des Jahres

Die Post hatte ihre Preise für Privatkunden zum Jahreswechsel erhöht. Die Begründung: Die Kosten für Personal und Transport seien gestiegen. Bei den unterschiedlichen Arten von Paketen fiel die Anhebung verschieden aus. Ein bis zu zwei Kilo schweres, mittelgroßes Päckchen innerhalb Deutschlands kostet in der Filiale nun 4,79 Euro, zuvor waren es 4,50 Euro. Der Versand eines 10-Kilo-Pakets verteuerte sich um einen Euro auf 10,49 Euro. Im Durchschnitt stiegen die Preise um drei Prozent. Günstiger kommt weg, wer seine Pakete online frankiert. Zuletzt hatte der Konzern seine Paketgebühren 2017 angehoben, schreibt die Deutsche Presse-Agentur.

Die Post hat im Paketbereich einen Marktanteil von etwa 70 Prozent

Die Bundesnetzagentur hält diese neuen Preise für zu hoch. Die Regulierungsbehörde vermutet, dass sie die tatsächlich anfallenden Kosten überschreiten. Mit ihrer marktbeherrschenden Stellung könne die Post diese Preise deshalb im Sinne des Wettbewerbs nicht verlangen. Im Paketbereich hat der Bonner Konzern einen Marktanteil von rund 70 Prozent. Die Regulierungsbehörde leitete deshalb ein offizielles Verfahren gegen die Post ein. Dieses sei nun "gegenstandslos" und werde eingestellt, sagte ein Sprecher am Mittwoch.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die Preise für Pakete werden aber auch wieder steigen

Ab Anfang Mai sollen für Päckchen und Pakete die gleichen Preise gelten wie zuvor. Das Datum erklärt sich laut Post dadurch, dass IT-Systeme und Kundeninformationen wieder auf die alten Beträge angepasst werden müssten. 

Die Post muss somit mittelfristig auf die Mehreinnahmen durch Pakete von privaten Kunden verzichten. Wann und wie die nächste Preiserhöhung ansteht, bleibt bis auf Weiteres unklar. "Aber natürlich werden wir irgendwann die Preise auch wieder erhöhen müssen", sagte der Post-Sprecher. (dpa)

Lesen Sie dazu auch: Im Kürbis, beim toten Nachbarn: Wo unsere Leser ihre Pakete suchen mussten 

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren