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Kopfschmerz-Hilfe
08.04.2020

Hilfe bei Kopfschmerzen: Alternativen zur Tablette

Kopfschmerzen: Der schnelle Weg zur Linderung sind Tabletten - doch hier sind zehn Alternativen.
Foto: DAK-Gesundheit, dpa (Symbolbild)

Tabletten gegen Kopfschmerzen? Es gibt Alternativen, die ebenfalls Schmerzen lindern können. Wir informieren außerdem zu Ursachen und Migräne.

Kopfschmerzen treffen jede fünfte Frau mehrmals im Monat, fast jede achte sogar mindestens einmal in der Woche. Bei Männern sind Kopfschmerzen etwas seltener, sie plagen aber immerhin noch 15 Prozent der Befragten mehrmals im Monat, ergab eine Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov.

Dabei gaben 72 Prozent der Frauen und 59 Prozent der Männer an, mindestens einmal im Jahr Kopfschmerzen zu haben. Nie ist das demnach bei 12 Prozent der Männer und 6 Prozent der Frauen der Fall.

Was sind die Ursachen für Kopfschmerzen? Was hilft abseits von Tabletten? Und was lässt sich bei Migräne tun? Hier gibt es Antworten.

Hilfe bei Kopfschmerzen: Was tun bei Schmerzen?

1. Essen Sie die richtigen Lebensmittel

Eine Ursache für Kopfschmerzen kann ein absinkender Blutzuckerspiegel sein. Deshalb ist es wichtig, regelmäßig zu essen. Menschen, die öfters an Kopfschmerzen leiden, sollten fettige und süße Lebensmittel meiden. Rotwein, reifer Käse, Schokolade, Schweinefleisch, Weizen und der Geschmacksverstärker Glutamat - um diese Nahrungsmittel sollten sie einen Bogen machen. Schmerzt der Kopf bereits, gilt Kaffee als Wunderwaffe, denn das Koffein fördert die Durchblutung. Noch schneller wirkt das Koffein mit einem Spritzer Zitronensaft.

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2. Lösen Sie Ihre Verspannungen mit Wärme

Nach einem langen Tag im Büro schmerzen oft Schultern und Nacken. Die Muskeln verspannen sich, der Kopf schmerzt - hier kann ein Wärmekissen helfen. Die Wärme entspannt die verhärteten Muskeln und löst auch die Kopfschmerzen. Ebenso kann auch ein Vollbad bei 38 Grad die Muskulatur entspannen.

3. Schlafen Sie genügend und regelmäßig

Kopfschmerzen können auch durch einen unregelmäßigen Schlaf-Rhythmus ausgelöst werden. Sowohl zu wenig, als auch zu viel Schlaf können unangenehme Symptome auslösen. Deshalb sollte man unter der Woche rechtzeitig und, wenn möglich, zur gleichen Zeit ins Bett gehen. Am Wochenende sollte man nicht zu lange schlafen.

4. Trinken Sie viel Wasser

Wenn man zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt, wird das Blut dick und die Sauerstoffversorgung im Gehirn nimmt ab. Die Folgen sind Kopfschmerzen. Deshalb sollten Sie genug trinken - am besten sind zwei bis drei Liter Wasser am Tag.

5. Erfrischen Sie sich mit Pfefferminzöl

Das Pochen im Kopf kann mithilfe eines ätherischen Öls gemildert werden. Pfefferminzöl entspannt die Muskeln und wirkt erfrischend. Pfefferminze hindert den Körper daran, Schmerzsignale an das zentrale Nervensystem zu senden. Tropfen Sie das Öl auf Ihre Schläfen und massieren Sie es ein.

6. Bewegen Sie sich an frischer Luft

Ein Spaziergang oder eine Radtour an frischer Luft wirkt dem Kopfschmerz entgegen. Atmen Sie tief ein. Das erfrischt und sorgt für ausreichend Sauerstoff. Durch die Bewegung wird die Durchblutung angeregt und gefördert. Die Adern weiten sich, das Blut kann besser fließen und die Schmerzen verschwinden.

7. Entspannen Sie sich

Zu viel Stress im Job oder im Privatleben kann Kopfschmerzen verursachen. Dagegen helfen Entspannungsübungen wie Yoga, die progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder das autogene Training. Man lernt gezielt bestimmte Muskelpartien anzuspannen und dann bewusst wieder zu entspannen. Dadurch kann die Entspannung der Muskulatur gezielt trainiert werden.

8. Mildern Sie den Schmerz mit Kälte

Wenn der Schmerz vor allem im Kopf und in der Stirn sitzt, ist eine Kältebehandlung empfehlenswert. Ein Kühlpack, ein Gelkissen aus dem Eisfach oder zerstoßene Eiswürfel in einer Plastiktüte für einige Minuten auf Stirn, Schläfen oder in den Nacken legen. Dann eine kurze Pause einlegen und das Ganze ein paar Mal wiederholen. Die Kälte zieht die Gefäße zusammen, darauf setzt der Körper eine Gegenreaktion in Gang und die Gefäße erweitern sich wieder. In diesem Bereich ist die Blutfülle nun größer - Schmerzen verschwinden.

9. Entkrampfen Sie Ihren Nacken mit Gymnastik

Besonders Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich können durch Gymnastik gemildert werden. Zum Beispiel: Kreisen Sie Ihre Schultern nach vorne und hinten und ziehen Sie sie nach oben. Lockern Sie Ihre Arme, schütteln Sie Ihre Hände und Arme kräftig. Ihren Rücken können Sie entspannen, in dem Sie sich im Sitzen nach vorne beugen und sich auf Ihre Oberschenkel legen. Bleiben Sie einige Minuten in dieser Position und lassen Sie Nacken und Schulter locker.

10. Trinken Sie Ingwertee

Ingwer ist nicht nur ein Gewürz, sondern wird auch als Hausmittel bei Halsweh und Kopfschmerzen eingesetzt. Für den Tee: Ein Stück geschälte Ingwerwurzel etwa zwanzig Minuten in einem Liter Wasser kochen. Anschließend kann man ihn trinken und mit ein paar Spritzer Zitrone verfeinern.

Oft haben Kopfschmerzen oder Migräne-Anfälle bestimmte Auslöser.
Foto: Christin Klose (dpa)

Weitere Fragen und Antworten zum Thema Kopfschmerzen:

Kopfschmerzen sind eine Volkskrankheit. Manche Menschen haben sie nur selten, andere sind oft betroffen. Doch was hilft eigentlich gegen den Schmerz? Und kann man vorbeugen? Ein Experte hat Antworten.

Ursachen für Kopfschmerzen

Oft sind sie nicht klar zu benennen. Aber es gibt Auslöser, sagt Charly Gaul von der Deutschen Kopfschmerz- und Migränegesellschaft. Das können zum Beispiel Durst, ein Wetterumschwung, zu viel Sonne oder ein Glas Alkohol sein. Kopfschmerzen können zudem das Symptom einer Krankheit sein, etwa von Grippe.

Was unterscheidet normale Kopfschmerzen und Migräne?

Experten sprechen bei normalen Kopfschmerzen eher von Spannungskopfschmerz. Dieser schmerzt häufig auf beiden Kopfseiten drückend. "Da brummt der Schädel, aber meist mehr nicht", erklärt Gaul. "Manche Patienten empfinden den Schmerz aber auch als stark." Anders bei Migräne: Neben sehr starken Schmerzen werden die Anfälle etwa von Übelkeit, intensiver Empfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und häufig auch Gerüchen begleitet. Meist schmerzt nur eine Seite des Kopfes. Migräne-Attacken können zwischen 4 und 72 Stunden dauern, sagt Gaul.

Wie bekämpft man normale Kopfschmerzen?

Während Bewegung eine Migräne-Attacke häufig nur schlimmer macht, kann etwas Aktivität bei Spannungskopfschmerzen helfen. Pfefferminzöl aufzutragen, kann den Schmerz ebenfalls lindern. Frei erhältliche Schmerzmittel wie Paracetamol, Ibuprofen oder Kombinationen mit Acetylsalicylsäure, Koffein und Paracetamol wären der nächste Schritt. Bei eher leichten Kopfschmerzen könne man aber häufig auf sie verzichten, sagt Gaul.

Was hilft gegen Migräne?

"Ein Migräne-Anfall ist ein Signal des Gehirns, dass es Rückzug und Ruhe braucht", erklärt der Fachmann. Sich in einen abgedunkelten Raum zurückziehen, ist der erste, richtige Schritt. Betroffene können frei verkäufliche Schmerzmittel nehmen. Manchmal helfen diese bei Migräne aber nicht. Für den Fall gibt es Triptane. Diese speziellen Schmerzmittel wirken auch gegen die Begleiterscheinungen der Migräne-Attacke. "Zwei Triptane sind in Deutschland frei verkäuflich." Nichtsdestotrotz sollte man mit einem Arzt Rücksprache halten. 

Wie beugt man Kopfschmerzen und Migräne vor?

Manche Leute bekommen schon von einem Glas Rotwein Kopfschmerzen oder gar Migräne. Bemerkt man solche Auslöser, sollte man sie meiden - in diesem Fall verzichtet man lieber auf Alkohol. Regelmäßiger Ausdauersport sowie Entspannungsübungen können ebenfalls vorbeugend wirken. Stark betroffenen Patienten versuchen Mediziner mit einer vorbeugenden medikamentösen Behandlung zu helfen, sagt Gaul. (mit dpa)

Hinweis der Redaktion: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Beitrag aus unserem Online-Archiv.

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