1. Startseite
  2. Geld & Leben
  3. Schwarz zu Weiß: Der Trend zu dunklem Geschirr

Wohnen

12.02.2018

Schwarz zu Weiß: Der Trend zu dunklem Geschirr

Rosenthal bringt mit Forest eine Neuauflage seines Services Mesh in einem markanten Schwarz-Weiß-Look heraus.
Bild: Rosenthal/dpa-tmn

2018 setzen viele Manufakturen auf schwarzes oder dunkelgrünes Geschirr. Allerdings immer in Verbindung mit Weiß, wie sich auf der internationalen Konsumgütermesse Ambiente zeigt.

Ein Sprichwort besagt: Weiß erkennt man am besten, wenn man Schwarz dagegenhält. Wer derzeit auf der Suche nach einem neuen Tafelservice oder Kaffeegeschirr ist, wird genau das feststellen: Zwar ist und bleibt Weiß die klassische Farbe für Teller, Tassen und Co. Aber auffällig viele Hersteller ergänzen die blasse Nichtfarbe um ihren Gegenpol Schwarz oder um andere tiefdunkle Farbtöne, was beide Seiten auffälliger werden lässt.

Rosenthal legt gleich für zwei seiner bestehenden Geschirr-Linien dunkle Varianten in Kombination mit Weiß auf: Die Produktreihe Suomi New Generation erhält unter dem Beinamen Ardesia einen matten schwarzen Streifen oder Rand, der am Übergang zum Weiß von zarten Linien unterbrochen wird. Der schwarze Rand lässt sich zudem für Botschaften aus Lebensmittelfarbe nutzen.

Außerdem präsentiert das Unternehmen auf der Messe mit Forest eine Neuauflage seines Services Mesh in einem markanten Schwarz-Weiß-Look. Allerdings changiert der Basiston je nach Lichteinfall zwischen Schwarz und tiefem Grün. Beide Erweiterungen sollen zu den bereits erhältlichen Basisteilen der jeweiligen Geschirrlinien passen. 

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Exzentrisch und luxuriös

Ebenfalls auf sehr dunkles Grün, das je nach Raumbeleuchtung wie Schwarz wirkt, setzt Blomus beim neuen Tafelservice Mio. Es wird ergänzt um ein zartes Grau-Blau und Weiß, was die Farbgebung auflockert.

Die Kollektion Chauteau der Designerin Maja Prinzessin von Hohenzollern für den Hersteller Goebel greift bewusst den schwarz-weißen Einrichtungstrend auf - diesen gibt es insbesondere im gehobenen Preissegment. Und dort wird der schwarze Geschirrtrend auch bleiben, vermuten die Trendanalysten der Messe Frankfurt. Diese Stilrichtung gilt eher als exzentrisch und luxuriös.

Ein schwarzer Rand mit goldenen und weißen Punkten ziert die neue Geschirr-Kollektion Chauteau von Goebel.
Bild: Goebel/dpa-tmn

Doch es ist ja auch nicht alles Schwarz oder Weiß: So bringen die Hersteller weiterhin einerseits neue Blütendekore heraus. Ein Beispiel ist Sambonet mit der neuen Platten-Kollektion namens Kyma Florilegium. Andererseits gibt es weiterhin eine Vielzahl an geometrischen und klaren grafischen Strukturen beim Geschirr. Ein Beispiel dafür ist das neue Dekor namens Friends für die Kollektion Ono der Marke Thomas in den Grundfarben Blau und Gelb.

Geometrische Formen treffen bei der Überarbeitung der Geschirr-Kollektion Tric von Arzberg namens Vivid Bloom auf opulente Blüten.
Bild: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Kahla konzentriert sich beim neuen Dekor Linen&Cotton für die Kollektion Elixyr ebenfalls auf grafische Einschübe. Sie sollen Stücke von Baumwolle und Leinen - also Tischdecken, Läufer und Platzsets - symbolisieren, die zunehmend vom Tisch zu verschwinden scheinen, so der Eindruck der Designerin Lisa Keller. "Egal, ob in Restaurants, Bistros oder im privaten Esszimmer: Mir fiel auf, dass man plötzlich überall pure Materialien sieht. Blanke Holztische und Steinflächen lösen den klassischen gedeckten Tisch ab." Dadurch fehle auf einmal der Kontrast zwischen weichen und harten Materialien, zwischen massiv und leicht.

Geometrische Formen und Blüten sind beliebt

Designer Michael Sieger hat für sein neues Design für Arzberg zwei bei Kunden beliebte Elemente des Geschirrdesigns zusammengebracht: geometrische Formen und Blüten. Für das Dekor Vivid Bloom der Arzberg-Geschirrserie Tric nahm Sieger seine Lieblingsblumen und brachte sie in Einklang mit Wabenstrukturen in Blau - obwohl Blüten für die Marke Arzberg "ein Stück weit was Neues sind", so Sieger bei der Präsentation auf der Messe Ambiente. 

Die Blütendekore sind derzeit allerdings im Wandel: Brachten die Manufakturen vor ein paar Jahren gerne sehr zarte, filigrane Arten mit einfachen Blüten wie von Wiesenblumen auf Porzellan, so werden es nun gefüllte und üppigere Blüten. Sie werden auch großflächiger auf Teller, Tassen und Co. gesetzt. (dpa/tmn)

Lesen Sie auch:

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
«test»: Auch günstige Kindersitze sind gut
ADAC / Stiftung Warentest

Drei Kindersitze sind im Test "mangelhaft"

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden