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Sicher auf Reisen

10.10.2019

Allein unterwegs:  Zehn Tipps für eine sichere Reise 

Wer sicher unterwegs sein will, steigt besser in ein offizielles Taxi.
Bild: Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

So lässt sich Gefahr reduzieren: Mit privaten Informationen sparen und besser nur mit offiziellen Taxis fahren. Warum auch Männer vorsichtig sein sollten

Kein Partner, mit dem man sich absprechen muss, keine Kinder, die unterhalten werden wollen. Herrlich! Dazu tun und lassen, was man will – allein unterwegs zu sein kann sehr erholsam und befreiend sein. Aber es birgt auch Gefahren, weil eine einzelne Person nun einmal wehrloser ist als zwei oder gar eine ganze Gruppe und weil der Alleinreisende selbst an alles denken muss. Zehn Tipps für mehr Sicherheit:

1.Das Einfachste zuerst – wer allein auf Tour ist, sollte Pass, Personalausweis sowie Führerschein mit dem Handy fotografieren und immer parat haben. Am besten man mailt sich die Fotos, dann kann man sie an jedem Computer mit Internetanschluss abrufen, falls auch das Handy geklaut wurde. Zudem ist es in Zeiten von sozialen Medien kein Problem mehr, den Kontakt mit Familie oder Freunden zu halten – auch in Notfällen.

2.Der Preis für den Flug oder die Bahn, die mitten in der Nacht am Reiseziel ankommen, mag zwar niedrig sein, aber die nächtliche Ankunftszeit birgt Risiken. Reisende können an neuen Orten oft zwischen sicheren und weniger sicheren Stadtvierteln oder Gegenden nicht unterscheiden. Entpuppt sich das Hotel dann auch noch als miese Absteige, dann ist es nachts auch viel schwieriger eine bessere Bleibe zu finden.

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3.In religiösen und/oder konservativen Ländern sollten Reisende, vor allem Frauen, möglichst unauffällig gekleidet sein. Viel Haut in heißen Ländern zu zeigen, kann von den Bewohnern als Provokation empfunden werden. Und die teure Armbanduhr oder die dicke Goldkette bleiben ohnehin besser zu Hause.

Dem „Room-Service“ im Zweifelsfall nicht öffnen

4.Nicht ohne Grund müssen Taxis eine Fahrerlaubnis haben. Damit schützt sich nicht nur die Gilde der Droschkenfahrer vor Konkurrenz, sondern sie gewährt dem Kunden auch Sicherheit. Läuft etwas schief, kann der Chauffeur ausgemacht und zur Rechenschaft gezogen werden. Gerade für Alleinreisende kann also das teurere Taxi ein Sicherheitsfaktor sein. Wer Wagen von Uber oder Lyft über die App bucht, der sollte zumindest einen Blick auf die Autonummer werfen und, bevor er ins Fahrzeug steigt, den Namen des Fahrers erfragen. Beide Informationen müssen mit denen der Buchung übereinstimmen.

5.Solo-Reisende geizen besser mit Informationen über ihren Aufenthaltsort. Ganz gleich, ob die Unterkunftsadresse irgendwo eingetragen werden soll oder ein Fremder danach fragt, solange es keine offizielle Stelle ist, hat sich niemand für die aktuelle Urlaubsbleibe zu interessieren. Zudem muss auch keiner wissen, dass man allein reist.

6. Es klopft an der Tür: „Room Service“. Aufmachen oder ignorieren? Gut, wenn das Hotelzimmer einen Türspion hat, der einen Blick auf den Flur ermöglicht. Für alle anderen gilt: Wer auf sein bestelltes Clubsandwich gewartet hat, öffnet. Wer jedoch nichts beim Zimmerservice geordert hat, sollte besser bei der Rezeption nachfragen, warum der Room Service so unvermittelt an die Tür klopft.

Alkoholisiert ist man ein leichtes Opfer

7.Ein typischer Fehler, den viele alleinreisende Frauen machen, besteht darin, unbekannten Geschlechtsgenossinnen automatisch zu trauen. Frauen betrachten Frauen gern als ihresgleichen und nicht als bedrohlich. Trickbetrüger und geschickte Diebe wissen dies zu nutzen. Genauso wie sie bei Männern ebenfalls Frauen einsetzen, weil diese das andere Geschlecht oft leichter um den Finger wickeln können.

8. Jeder hat ein Recht auf Rausch. Aber sich zu betrinken stellt immer ein Risiko dar, besonders wenn man ohne Begleitung ist. Denn alkoholisiert sind Frauen wie Männer leichte Opfer von Übeltätern. Deswegen sollten die Alarmglocken schrillen, wenn völlig fremde Leute einen einladen und zum Trinken motivieren wollen.

9.Wenn es um die Sicherheit geht, dann hat oft jede Gegend ihre ganz spezifischen Eigenheiten, die sich schnell ändern können. In so einem Fall können nur die Einheimischen helfen. Wer sich unsicher ist, bevor er sich auf den Weg macht, befragt also die Mitarbeiter an der Hotelrezeption oder die der Touristeninformation. Aber auch Wirte, Kellner und Verkäufer wissen oft gut über ihre Umgebung Bescheid und können genau sagen, um welche Ecken man sicherheitshalber einen Bogen macht.

10. Für routinierte Solo-Urlauber gibt es keine gefährlichen Länder, sondern nur eine falsche Vorbereitung. Das gilt allerdings leider nur für Männer. Obwohl nicht repräsentativ bietet die Travel-Site Asher & Lyric (www.asherfergusson.com) anhand von Kriterien wie beispielsweise gesetzliche und gesellschaftliche Diskriminierung sowie Gewalt gegen Frauen einen Index zu den sichersten und gefährlichsten Reiseländern für Frauen. Die sichersten fünf sind demnach Spanien, Singapur, Irland, Österreich und die Schweiz; die frauenfeindlichsten fünf Südafrika, Brasilien, Russland, Mexiko und Iran.

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