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Handball-Bayernliga Frauen

09.02.2020

Der VfL Günzburg ist gefangen im Abwehrdickicht

Schon im Hinspiel musste Alena Harder viel einstecken (unser Foto). Nun unterlag sie mit den Günzburger Handballerinnen auch in Erlangen. Mit fünf Treffern zählte sie aber zu den erfolgreichsten VfL-Werferinnen.
Bild: Ernst Mayer

Die Günzburgerinnen gehen im Bayernliga-Spiel in Erlangen leer aus. Dennoch ist das Team mit sich im Reinen.

Mit einer auch in der Höhe verdienten 21:33 (8:17)-Niederlage sind die Handballerinnen des VfL Günzburg vom Bayernliga-Spitzenspiel beim HC Erlangen zurückgekehrt. Zuletzt 2:6 Punkte trüben das bis dahin grandiose Abschneiden des Aufsteigers ein wenig. Dennoch steht Günzburg immer noch mit stolzen 22:12 Punkten auf dem vierten Platz.

Nur sieben Feldspielerinnen

Neben der Stärke des Gegners war die erneut dünne Besetzung ein Faktor für die Niederlage. Gerade einmal sieben Feldspielerinnen teilten sich das gesamte Spielgeschehen. Neben den verletzten Svenja Engelmann und Lena Götz fielen krankheitsbedingt auch noch Sina Schütte und Antonia Leis aus. Keine guten Voraussetzungen für ein aufwendiges Gerenne.

Dennoch klappte anfangs alles wie am weinroten Handball-Schnürchen, denn die ersten beiden Treffer des Spieles erzielten Alena Harder und Tanja Stoll. Beide sollten für ihre Farben an diesem Tag übrigens auch die meisten Treffer erzielen: Stoll ließ es sechsmal krachen, Alena Harder fünfmal.

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Das übliche anfängliche Abtasten verlief dann unentschieden: Viermal stand es bis zum 6:6 Remis. Danach zeigten die Erlangerinnen, wer Frau im Haus war: Ein flotter Fünfer-Pack und ruckzuck stand es schwaben-unfreundlich 11:6 für die Gastgeberinnen.

Die beste Abwehr der Liga lässt nichts zu

Hauptursache für die Torflaute war die beste Deckung der Liga. Das HC-Bollwerk ließ wenig zu. Die Günzburgerinnen rannten sich im engmaschigen fränkischen Abwehrdickicht immer wieder fest. Klar fehlten aus dem Rückraum auch die einfachen Tore von Lena Götz und so gelang in der ersten Halbzeit nicht mehr viel. Eine ungenügende Angriffsleistung äußert sich in technischen Fehlern, geblockten Bällen, Stürmerinnenfouls, und Ballverlusten. Das hat eine sehr unschöne Kehrseite: Die Gegenstoßmaschine kommt ins Laufen. Man findet kein erfolgreiches Zurück mehr. Die tapferen VfL-Spielerinnen wurden vorübergehend regelrecht gejagt. Der Pfiff zur Pause war eine kleine Erlösung.

In der Pausen-Ruhe lag die neue Kraft. In der zweiten Halbzeit schätzen die Spielerinnen um Martina Jahn ihre verbliebenen Angriffsoptionen besser ein. Zwar hatten die Mittelfränkinnen auch in den folgenden 30 Minuten die Nase immer ein wenig vorn. Doch der Vorsprung wuchs nur noch verhalten. Günzburg gab alles und blieb dran. Das 8:19 (33.) mündete über das 13:25 (42) ins 18:31 (54.). Auch das muss erst einmal geschafft werden: trotz längst verlorenen Spiels nie aufzugeben und seine Farben stolz und kampfstark zu verteidigen.

Es folgen zwei Heimspiele

Zu feiern gab es auf der Rückfahrt zwar nichts, aber das Team war mit sich im Reinen. Die Mannschaft freut sich nun auf zwei Heimspiele hintereinander. Mit dem aufstrebenden TSV Winkelhaid (am 15. Februar 2020) und dem TSV Ebersberg Forst United (am 29. Februar 2020) kommen in den nächsten Wochen zwei Abstiegskandidaten nach Günzburg. (zg)

VfL Günzburg Schlund, Hoffmann; Harder (5), Kubasta (2), Stoll (6/1), Sperandio (3), Christel, Jahn (3/1), Porkert (2)

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