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Umsatzsteigerung

25.02.2015

Die Mischung macht’s

Geschäftsführer Holger Goldenstein (rechts) von der HG Metalltechnik Krumbach beglückwünscht seinen neuen Technischen Leiter Joachim Kling vor einem eingehausten großkalibrigen Stromaggregat, das für den Katastrophenschutz in Hessen bestimmt ist.
Bild: Hans Bosch

Der Jungunternehmer Holger Goldenstein fühlt sich auf dem Markt als Zulieferer und ebenso als Komplettanbieter wohl. Die Mitarbeiterzahl bei der HG Metalltechnik soll auf etwa 100 steigen

Seit nunmehr fünf Jahren befasst sich die HG Metalltechnik Krumbach GmbH mit Laser- und Umformtechnik, CNC-Blechbearbeitung, Metall- und Stahlbau sowie die Fertigung von Schallschutzkabinen. Von Beginn an setzte Geschäftsführer Holger Goldenstein auf kontinuierliches Wachstum, Flexibilität, Kundenzufriedenheit und Liefertreue. Mit dem Ergebnis ist er „sehr zufrieden“, auch wenn „manche Klippe zu umschwimmen war“, wie sich der aus Wilhelmshaven stammende Inhaber ausdrückt.

Dank einer Investition von 800000 Euro in den vergangenen Jahren habe sich das Unternehmen am Markt etabliert und fühle sich für die Zukunft gerüstet. Goldenstein: „Langfristig streben wir eine Produktionsausweitung mit einer Umsatzsteigerung von derzeit vier auf zehn bis zwölf Millionen Euro an.“ Verbunden damit wären der Bau einer neuen Werkhalle, zusätzliche Maschinenanlagen und die Aufstockung der Belegschaft auf etwa 100 Mitarbeiter. Gegenwärtig sind es 32. Froh ist Goldenstein über eine Voraussetzung: „Die Grundstücksgröße mit 7500 Quadratmetern reicht für die weitere Expansion aus, denn momentan sind erst rund 2500 Quadratmeter bebaut.

Das Unternehmen will auch künftig eine „Mischung“ aus Zulieferer und Komplettanbieter sein, das im breiten Spektrum der Metallbearbeitung alles aus einer Hand verwirklicht. Unter den Aspekten „erfahren, kompetent, innovativ“ wird versucht, den Kunden ohne großen Organisationsaufwand einen einfachen Projektablauf zu bieten, was eine schnelle und kostengünstige Lieferung von Einzelteilen oder Serienprodukten bis hin zu einbaufähigen Komponenten voraussetzt.

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Zur Verfügung stehen Goldenstein zwei Laserschneider, die unterschiedlichste Rohre und Bleche mit einer Länge von bis zu vier Metern und bis zu 370 Millimetern Durchmesser bearbeiten. 50 Prozent des Umsatzes kommen aus diesen beiden Anlagen. Der Metall- und Stahlbau steuert weitere 20 Prozent dazu und zwar in der Hauptsache maßgeschneiderte Lösungen aus Blech, Edelstahl und Aluminium, die sandgestrahlt oder lackiert einbaufertig den Kunden geliefert werden.

Der Bereich Schallschutz mit gleichfalls 20 Prozent Umsatzanteil erreichte in jüngster Zeit den stärksten Zuwachs, und zwar durch mehrere Großaufträge für eine württembergische Firma. Es handelt sich dabei um die Ummantelung mobiler Stromaggregate, die bei der Bundeswehr und technischen Katastrophenschutzeinheiten zum Einsatz kommen. Die restlichen zehn Prozent werden von CNC-gesteuerten Dreh-, Fräs- und Bohranlagen erarbeitet. Der Kundenkreis der HG Metalltechnik umfasst inzwischen den süddeutschen Raum und beliefert schwerpunktmäßig Firmen des Werkzeug- und Maschinenbaus, Ladeneinrichtungen, den Automobil- und Fahrzeugbau aber auch die Elektro-, Halbleiter- und Luftfahrtindustrie. Im Wunschkatalog steht bei Goldenstein an erster Stelle der Kauf einer Stanz-Nippel-Maschine, deren Produkte von Kunden immer wieder nachgefragt wurden.

Einen weiteren Wunsch hat der Jungunternehmer aber auch an die Politik: Die EEG-Umlage (sie soll den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben) sei zu hoch, was ebenso für den Strompreis in Deutschland gelte. Neben den niedrigeren Löhnen hätten dadurch Länder wie Polen und Tschechien die weitaus besseren Karten, was die Fertigung von Großserien betreffe.

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