1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. „Ein Hoch auf diesen Chor“

Konzert

29.04.2018

„Ein Hoch auf diesen Chor“

Gospel, Rock und Pop packte der Gospelchor Günzburg in sein Jubiläumskonzert „20 Jahre – Best of“. 
2 Bilder
Gospel, Rock und Pop packte der Gospelchor Günzburg in sein Jubiläumskonzert „20 Jahre – Best of“. 
Bild: Sandra Kraus

Der Gospelchor Günzburg feiert sein 20-jähriges Bestehen mit einem fulminanten Auftritt im Forum am Hofgarten.

Mit so viel Lust, Leidenschaft und Liebe zur Musik sang der Gospelchor Günzburg sein fulminantes Jubiläumskonzert „20 Jahre – Best of“, dass das Publikum im Forum am Hofgarten gleich mehrfach stehend applaudierte. Mit der dem Chor eigenen Dynamik und Fröhlichkeit wurden in den drei Konzertstunden 50 Lieder gesungen, getanzt und gospel-günzburg-like interpretiert. Eine unglaubliche Leistung von Stimmen und den Chorleiterinnen Christine und Julia Lerch, die das Publikum in seinen Bann zog und berührte.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Zur Ouvertüre des Abends mit Rock, Pop und Gospel wurde „Music was my first love“ (John Miles) zelebriert, und jede Sängerin und jeder Sänger mit Vornamen und Licht-Spot von Chorleiterin Julia Lerch vorgestellt. Moderatorin und Vereinsvorsitzende Barbara Hellenthal erzählte: „Die begeisterten Sänger sind von U17 bis Ü70, kommen aus unterschiedlichsten Berufen und sind in verschiedensten Lebenssituationen. Zusammen sind wir der 70-köpfige Gospelchor Günzburg.“

Am Dirigentenpult stand zum Jubiläumskonzert Christine Lerch. Sie hatte den Gospelchor vor 20 Jahren ins Leben gerufen, als Kirchenchor-Mitglieder aus Deffingen und Reisensburg anfragten, ob man denn nicht fetzige Lieder in einer eigenen Gruppierung singen könne. Zu zwölft sei man damals gewesen, erinnert sich Christine Lerch. Vor vier Jahren gab sie die Chorleitung an Tochter Julia ab. Zwei „Lerchen“ arbeiteten Hand in Hand, formulierte Hellenthal, begeisterten mit ihren Solostimmen, ein Glücksfall für die Gospelszene in der Donaustadt.

„Ein Hoch auf diesen Chor“

Chor bereichert Stadt und Land

Im „20 Jahre – Best of“-Konzert gaben Themenblöcke Struktur in die überbordende Liederfülle. Von Gospelklassikern wie „Down By The Riverside“ oder „Go down Moses“, ging es über stimmgewaltiges Gottes Lob und Halleluja sowie einem Medley aus „Sister Act“ zum absoluten Must-Have eines Gospeljubiläumsabends: „Oh Happy Day“. Als glücklichen Tag sah auch Oberbürgermeister Gerhard Jauernig diese 20 Jahr-Feier: „Der Gospelchor Günzburg bereichert Stadt und Land jedes Jahr aufs Neue. Und der Erfolg hat in diesem Fall nicht viele Väter, sondern eine Mutter, Christine Lerch.“ Zwei überdimensionale Blumensträuße überreichte Jauernig an Mutter und Tochter Lerch.

Ein beschwingtes Publikum tauschte sich zur Pause im Foyer aus. Für Wolfgang Fichtl aus Bubesheim waren vor allem jene Lieder etwas ganz Besonderes, bei denen Julia Lerch nicht am Keyboard begleitete, sondern am Konzertflügel. Marianne Baldauf aus Ettenbeuren fand die große Anzahl an Chormitgliedern über all die Jahre einfach gigantisch. Pfarrer Heribert Singer zeigte sich von der Disziplin bei Gesang und Choreografie begeistert. Und Helmut Gernert, langjähriger Vorstand und Moderator, sagte: „Ich genieße dieses erste Konzert von einem Platz im Publikum aus in vollen Zügen.“

Mit Genuss, Mitklatschen, Mitwippen und Mitschnippen ging es im zweiten Teil nach einem mörderischen „Kriminal-Tango“ ins rhythmische Afrika, ehe der Chor ein heftiges Gewitter im Forum niedergehen ließ, beeindruckend gestaltet in Form einer Percussion mit Händen und Füßen. Comedy mit „Puppen“ in Mülltonnen sorgte bei „Mah Na Mah Na“, dem kultigen Song aus der Sesamstraße, für viele Lacher.

Moderne Popsongs und Tanz unter Schwarzlicht

Die „Young Gospels“, eine Formation, die aus Gospelkids und Gospelteenies herangewachsen ist und aus 14 jungen Damen besteht, hatte schon im ersten Teil einen erstklassigen Gospel-Block beigetragen und legte jetzt mit modernen Popsongs und einer Tanzchoreografie unter Schwarzlicht unter anderem mit „Rock DJ“ oder „She´s Madonna“ noch zu.

Ein musikalischer Ausflug in die Anfänge der Rockmusik unter anderem mit „Lollipop“, „Surfin´USA“ und einem Tanzpaar schaffte es ebenso ins Gospelchor-Best of, wie ein kraftvolles Queen-Medley. Mit „Das ist dein Tag“ von Udo Jürgens unterlegte der Gospelchor seine sehr persönliche Hommage an Christine Lerch.

Eine überwältigte Chorleiterin nahm von Barbara Hellenthal den eigens geschaffenen Musikpreis „Günzburger Great Gospel Award“ entgegen. Wieder an ihrem Platz am Dirigentenpult gab sie den Einsatz für „Ein Hoch auf uns“ von Andreas Bourani. Selbstbewusst umgetextet und durchaus berechtigt sangen sie „Ein Hoch auf diesen Chor!“.

Die Messlatte für das dritte Jahrzehnt liegt nach diesem Ausnahmekonzert sehr hoch, sowohl was die grandiosen Sänger mit Soloparts betrifft, als auch das klangliche Gesamtvolumen und die Fähigkeit, den berühmten Funken zum Publikum immer wieder überspringen zu lassen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren