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Unterknöringen

05.12.2016

Ein Programm für jeden Geschmack

Anton Abold (dritter von links) wurde beim Jahresabschlusskonzert der Musikkapelle Unterknöringen für 50 Jahre aktives Musizieren geehrt. Links daneben: Dirigent Peter Niederhofer und ASM-Vertreter Alois Brunhuber. rechts der Vorsitzende Benjamin Köpf.
Bild: Peter Wieser

Die Knöringer Musikanten unterhielten ihr Publikum bestens – und forderten es heraus.

Tannenzweige, Weihnachtssterne und kleine Nikoläuse auf den Tischen: Die Unterknöringer Schulturnhalle zeigte sich am Samstag in vorweihnachtlichem Flair. Und umso erhabener eröffnete die Musikkapelle Unterknöringen mit „Westminster Hymn“ von Alfred Bösendorfer ihr Jahresabschlusskonzert. „Heute erzählen wir Ihnen die Weihnachtsgeschichte“, wandte sich der Vorsitzende Benjamin Köpf an die Gäste, nachdem die vier Flötenkinder unter der Leitung von Renate Peschkes schon musikalisch auf den zweiten Advent eingestimmt hatten.

Besinnlich und den Gesängen afrikanischer Sklaven im Calypso-Stil folgend, erinnerten die Musikerinnen und Musiker mit „Mary’s Boy Child“ nicht nur an die Geburt Christi, sondern auch daran, wie das Weihnachtslied in der Fassung von Harry Belafonte und der Gruppe Boney M einst zum Erfolg gelangte. „Lauschen Sie der Melodie und lassen Sie sich auf eine Reise ins Traumland einladen“, leitete Benjamin Köpf zu „A Trumpeter’s Lullaby“ mit Tobias Wolicki als Solist an der Trompete über. Mal fröhlich und temperamentvoll, mal traurig und schwermütig lebte danach die russische Seele wieder auf: Elf beliebte russische Melodien zu einem dem Medley vereint, ließen die Gäste mit „Wo die Wolga fließt“ von Hans Kodlitz – vom „Säbeltanz“, über „Kalinka“ bis hin zur „Schiwago-Melodie“ – über die Weiten der Taiga schweben.

Sehnsucht nach dem Goldenen Westen 

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Ganz anders im Anschluss, als „Go West“ die Sehnsucht nach dem Goldenen Westen enthüllte und sich Benjamin Köpf zu dem einfühlsam dargebrachten Stück „The Rose“ bei seinen Musikerinnen mit einer Rose bedankte. „Gemeinschaftsgeist und Kameradschaft sind nirgends so wichtig wie in einer Blaskapelle“, betonte Alois Brunhuber als Vertreter des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes. Erst das gegenseitige aufeinander Hören und das sich Respektieren sei es, was ein gemeinsames musikalisches Werk auszeichne. Eine ganz besondere Ehrung wurde dem Tenorhornisten Anton Abold zuteil, der seit 50 Jahren aktiv in der Musikkapelle Unterknöringen musiziert.

Was wären die Knöringer Musikanten ohne die Klänge von Ernst Mosch. Ihm und dem 60-jährigen Bestehen der Egerländer Musikanten war der Block gewidmet, in dem sich die Musikerinnen und Musiker zweifelsohne in ihrem Element wiederfanden – vom „Rosengarten in Sanssouci“ über die „Optimisten-Polka“ bis hin zum „Dompfaff“, mit der pfeifenden Unterstützung von Xaver Birzele.

Nicht nur die einzelnen Register waren es, die Dirigent Peter Niederhofer immer wieder herausforderte, am Ende war es auch das Publikum: Mit dem zum Kammeltalmarsch umfunktionierten Alpbachmarsch ließ dieses das Kammeltal hochleben.

Wie man sich am besten vom mitklatschenden und applaudierenden Publikum verabschiedet, zeigten die Knöringer Musikanten mit ihrer zweiten Zugabe: „Bis bald, auf Wiedersehn“ hieß es nach einem schönen Jahreskonzert, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei war.

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