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Jettingen-Scheppach

03.04.2018

Galakonzert im Wiener Stil

Edles Ambiente und ein Konzert, das klassisch und im Wiener Stil gehalten war: Beim Galakonzert des Blasmusikvereins Jettingen am Ostersonntag konnte das Publikum Musiker und Register an einer Leinwand hautnah miterleben.
Bild: Peter Wieser

Das Osterkonzert des Blasmusikvereins Jettingen begleitete auch eine besondere Uraufführung.

In die Turn- und Festhalle führte ein roter Teppich, das Ambiente wirkte edel. „So habe ich das noch nie erlebt“, meinte ein Besucher überrascht. Am Ostersonntag hatte der Blasmusikverein Jettingen zu seinem Osterkonzert eingeladen. „Klassisch modern“ und „ein Galakonzert“, so stand es auf den Programmen. Bereits beim Auftritt des Vororchesters unter der Leitung von Sarah Weng am Nachmittag hatte es nur noch wenige freie Plätze gegeben, am Abend waren auch diese besetzt. Entsprechend zeigten sich die Musiker nicht nur in ihrer Garderobe – im Abendkleid beziehungsweise mit weißem Hemd und Fliege –, sondern auch musikalisch.

In mitreißender Dramatik gab die Jugendkapelle mit „Arethusa“ von Johan Nijs einen Vorgeschmack. Das folgende Stück hatte Dirigent Christian Weng der Bläserschule Mindeltal gewidmet, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert – eine eigene Komposition und gleichzeitig die Uraufführung. „Variations on a blue River Fanfare“, ist eine Fanfare, die Klänge, vom Plätschern der Mindel bis hin zu läutenden Kirchenglocken, mit dem Volkslied „Hei grüaß die Gott Ländle“ verbindet, eine wahrliche Hymne auf das Mindeltal, die die mehr als 30 jungen Musiker exzellent interpretierten. Vier Kameras zeigten während des ganzen Konzerts die einzelnen Musiker und Register an einer großen Leinwand.

„Erleben Sie eine Gala, klassisch und modern, im Wiener Stil“, kündigte das Moderatorenpaar Ulrike und Martin Weng dann den Blasmusikverein an. Harmonisch und effektvoll setzten die fast 50 Musiker diese zunächst mit dem Stück „Flashing Winds“ (Jan Van der Roost) in Szene und erklärten dem Publikum mit „The four noble Truths“ von Philip Sparke musikalisch die „Vier edlen Wahrheiten“ der Lehre Buddhas. War doch Österreich das erste Land in Europa, das den Buddhismus als Religion anerkannt hatte. Zeit, um mit Ariensänger Andreas Altstetter und der Arie „Nessun Dorma“ aus Puccinis Oper „Turandot“ auch Wiener Operntradition aufzugreifen.

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Auch eine Operette darf nicht fehlen

Was wäre ein solcher Abend ohne eine Operette? Jana Linzmeier überzeugte mit dem Vilja Lied aus „Die Lustige Witwe“, dem Paradestück Franz Lehárs. Mit Alina Vogel stellte sie mit „Mozart!“, einer Zusammenfassung des gleichnamigen Musicals, die Lebensgeschichte von Wolfgang Amadeus Mozart dar. Dass der Walzer „An der schönen blauen Donau“, die Hymne auf die Stadt Wien von Johann Strauss, nicht fehlen durfte, verstand sich von selbst. Mit „Ich gehör nur mir“ aus dem Musical „Elisabeth“ und der Stimme von Alina Vogel kamen auch die Sissi-Fans auf ihre Kosten. Das Moderatorenpaar verabschiedete sich mit einem Knicks, die Musiker ebenfalls wienerisch mit dem „Radetzky-Marsch“ und „Stars and Stripes forever“ in einem Stück.

Eine großartige Gala hatte ihr Ende gefunden, den Applaus hatten sich die Musiker wahrlich verdient, und Dirigent Christian Weng glänzte einmal mehr – auch ohne seine Partitur: „April, April“, stellte dieser schmunzelnd fest, als er bemerkte, dass er ohne diese sein Pult bestiegen hatte.

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