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90. Geburtstag

31.12.2018

Glückwünsche für Deubachs letzten Bürgermeister

Am 26. Dezember feierte Deubachs Altbürgermeister Andreas Saumweber seinen 90. Geburtstag. Am Sonntag waren nun Vereine und die Bürgermeister der Stadt Ichenhausen gekommen, um ihm zu gratulieren und seine Verdienste zu würdigen.
Bild: Peter Wieser

Mit einem kleinen Festakt sind Andreas Saumwebers Verdienste für das Dorf gewürdigt worden. Und davon gibt es viele.

Seinen 90. Geburtstag hatte Deubachs Altbürgermeister Andreas Saumweber bereits am 26. Dezember im Kreise seiner Familie, mit seinen beiden Töchtern, seinem Sohn, sieben Enkeln und einem Urenkel, gefeiert. Die Deubacher Vereine, die Freiwillige Feuerwehr, die Schützen wie auch der Krieger- und Soldatenverein ließen es sich am gestrigen Sonntag aber nicht nehmen, ihm mit ihren Fahnenabordnungen zu gratulieren.

Andreas Saumweber war nicht nur Deubachs letzter Bürgermeister vor der Eingemeindung: Unter anderem war er Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr, des Schützenvereins und der Jagdgenossenschaft, war 33 Jahre Mitglied der Kirchenverwaltung und 18 Jahre Kirchenpfleger. Mit Bürgermeister Robert Strobel und seinen Vertretern Franz Zenker und Hubert Schuler waren zudem alle drei Bürgermeister der Stadt Ichenhausen zum Landgasthof Adler nach Deubach gekommen, um die Verdienste auch auf kommunalpolitischer Ebene zu würdigen.

Seine Energie galt der Dorfgemeinschaft und den Vereinen

Drei Salutschüsse aus der Kanone des Krieger- und Soldatenvereins leiteten den kleinen Festakt ein. Sein Leben lang habe er seine Energie der Deubacher Dorfgemeinschaft und den Vereinen gewidmet. Auch während der Eingemeindung in die Stadt Ichenhausen sei er stets für die Interessen der Menschen eingetreten, sprach Max Sailer, der Vorsitzende der Feuerwehr Deubach, ihm im Namen der Vereine seinen Dank aus. Bürgermeister Strobel schloss sich an: Sein Name sei untrennbar mit Ichenhausen verbunden.

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Er erinnerte an die Projekte, die unter ihm in den zwölf Jahren seiner Amtszeit verwirklicht wurden. Eines davon, ein Riesenprojekt für die damalige Zeit, sei die Erschließung des Baugebiets Bei der Sandhühl gewesen, womit es vielen Deubachern ermöglicht worden sei, in ihrem Heimatort zu bauen und dortzubleiben. „Er war und ist ein Vorbild für die nachfolgenden Generationen“, betonte Strobel. Bis zum heutigen Tag sei, Dank ihm, das bürgerschaftliche Engagement in Deubach geradezu vorbildlich.

Andreas Saumweber ist ein geborener und damit ein „echter“ Deubacher. 1960 wurde er mit 32 Jahren in den Gemeinderat und sechs Jahre später zum Ersten Bürgermeister der damals noch selbstständigen Gemeinde gewählt. Saumweber war auch an der Gründung des Abwasserzweckverbandes und am Bau der Verbandschule mit Hochwang beteiligt. Die Landwirtschaft, die heute sein Sohn betreibt, führte er nebenher. Von 1980 bis 1984 gehörte er dem Ichenhauser Stadtrat an. Anlässlich seines 65. Geburtstags wurde ihm der Ehrentitel des Altbürgermeisters verliehen.

Bei der Eingemeindung gelang ihm sein Meisterstück

Ein großes Anliegen waren ihm die Kirche St. Martin, das Pfarrhaus, der Friedhof, das Leichenhaus und das Ehrenmal, wofür er sich stets engagierte. Bei der Eingemeindung gelang ihm sozusagen sein Meisterstück: Während die anderen Ortsteile teilweise hoch verschuldet waren, sorgte Saumweber mit der Sanierung der Kirchenorgel dafür, dass das Vermögen der Gemeinde auch in dieser blieb.

Was er gemacht habe, sei nicht für ihn, sondern für die Gemeinschaft und für die Zukunft geschehen, betonte er. Heute sei ihm wichtig, dass das Leben der Vereine mit einer lebendigen Dorfgemeinschaft in guten Händen sei. Noch eines fügte Andreas Saumweber hinzu: „Ohne meine Frau wäre das alles nicht gegangen.“

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