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27.02.2015

Kapelle soll ein Ort der Stille werden

Die Kapelle in Keuschlingen.
Bild: wk

Keuschlinger Kirchlein wird seit Jahrzehnten nicht mehr genutzt

Bei der Sitzung des Kammeltaler Gemeinderats hat die Informationstechnologie Einzug gehalten. Statt wie bisher mit gedruckten Unterlagen verfolgen die Gemeinderäte den Sitzungsverlauf neuerdings auf Tablets. Online können sie über das Ratsinformationssystem der Verwaltung die elektronischen Dateien lesen und bearbeiten. „Mit dem Einstieg in ein neues Technikzeitalter können wir auch Papier einsparen“, informierte Rathauschef Matthias Kiermasz. Auch die Bevölkerung könne das elektronische Bürgerinformationssystem per Computer nutzen, denn sämtliche Beratungspunkte und Beschlüsse der Sitzungen seien online zugänglich.

Das waren neben der BauplatzDebatte (siehe eigener Bericht) die Themen der vergangenen Sitzung:

Die St.-Isidor-Kapelle in Keuschlingen ist wie berichtet ein Sanierungsfall. Bei einer Besprechung mit Vertretern des Oberen Kammeltals, Gemeinderat sowie Kirchenverwaltung, Pfarrgemeinderat, Pfarrer Soni Abraham und Vereinsvorsitzenden, wurde die Problematik besprochen. Vor allem ging es um die Bedeutung der Kapelle im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben, ob eine Beteiligung von Bürgern und Verbänden an der Sanierung denkbar sei und welche Nutzungsperspektiven die Kapelle nach einer Sanierung habe. Dabei ergab sich, dass die Kapelle seit Jahrzehnten nicht mehr genutzt werde, informierte Kiermasz den Gemeinderat. Pfarrer Soni wies dennoch auf die Bedeutung von Kapellen allgemein hin. Unklar sei jedoch, warum das Bauwerk überhaupt in die Liste des Landesdenkmalamtes aufgenommen worden sei, so Kiermasz. Wegen des nicht nachvollziehbaren historischen Wertes einigten sich die Gesprächsteilnehmer darauf, die Streichung der Kapelle aus der Liste anzustreben und stattdessen einen anderen Ort der Stille und des Gebets in Keuschlingen zu schaffen. Diesem Vorschlag folgte der Gemeinderat einstimmig.

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Nach Berichten über die Einführung des „Windelbonus“ in der Verwaltungsgemeinschaft Ichenhausen sind auch im Kammeltaler Rathaus entsprechende Anträge eingegangen. Bei derzeit 90 Kindern entspräche die freiwillige Leistung mit einem Zuschuss von 50 Euro pro Familie 4500 Euro. Das wäre eigentlich eine Landkreis-Angelegenheit, lauteten Gegenstimmen. Da der Landkreis doch ein sehr kinderfreundlicher sei, könne die Kommune doch einen Antrag für die Übernahme der Kosten stellen, empfahl Zweiter Bürgermeister Johann Anwander. Bürgermeister Kiermasz betonte, der Kreis gebe immer mehr von freiwilligen Leistungen ab und weise sie den Kommunen zu. Die Abstimmung zugunsten des Windelbonus fiel schließlich mit fünf Gegenstimmen.

Die Sanierung für die Ortsdurchfahrt Behlingen „nimmt Fahrt auf“, sagte Kiermasz. Nach einer Besprechung mit dem Staatlichen Bauamt, dem Ingenieurbüro und der Gemeinde sind jetzt folgender Zeitplan vorgesehen: Veröffentlichung der Ausschreibung im Staatsanzeiger im März, Submission und Beschluss im Kreisausschuss und Gemeinderat im April, Baubeginn 1. Juni, Fertigstellung bis Ende Oktober. (wk)

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