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Kehrtwende

17.06.2017

Kein Haus für mehrere Generationen

Der Mehrgenerationenhaus-Plan wird nicht mehr verfolgt.

Der Kötzer Gemeinderat verfolgt die Pläne nicht weiter. Dafür kommt jetzt ein Kinderhort

Der Kinderhort ist ein Thema, das regelmäßig viele Zuhörer in die Kötzer Gemeinderatsitzung lockt. Das stand jetzt eigentlich gar nicht auf der Tagesordnung, die viel Verwaltungstechnisches versprach. Um den Hort ging es erst später, ganz unspektakulär am Rande.

Erst einmal wurde beschlossen, dass ab sofort die Verlängerung der Industriestraße in Kleinkötz im Unteren Ried, die Robert-Bosch-Straße im Gewerbegebiet an der GZ4 in Großkötz, die Straße An der Ziegelei als Abzweigung der Frühlingsstraße in Großkötz und die Dossenberger Straße im Großkötzer Baugebiet am Schneckenhofer Weg als Ortsstraßen geführt werden.

Und auf Bitte des Landratsamtes bestellte die Gemeinde Kötz nun einen Behindertenbeauftragten. CSU-Ratsmitglied Michael Dörner, bisher schon Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss und im Abwasserzweckverband Unteres Günztal, erklärte sich dazu bereit und signalisierte, als Senioren- und Behindertenbeauftragter in Doppelfunktion tätig sein zu wollen. Einstimmig wurde Dörner das neue Doppelamt übertragen und mit Tischklopfen gewürdigt.

Zum Thema Kinderhort sagte Bürgermeister Ernst Walter: „In nicht öffentlicher Sitzung wurde beschlossen, auf dem Gelände des alten Rathauses am Schlossplatz 1 einen Kinderhort mit 30 Plätzen zu bauen. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.“ Wären Zuhörer da gewesen, hätten sie sehr überrascht geschaut. Hatte sich der Gemeinderat doch über Monate hinweg mit einem Mehrgenerationenhaus mit Seniorenwohnungen und Kinderhort unter einem Dach beschäftigt. Auf Nachfrage der Günzburger Zeitung war dem Rathauschef zu entlocken, dass das Mehrgenerationenhaus damit auf Eis gelegt ist und nicht mehr weiterverfolgt wird.

Noch in der Mai-Sitzung hatte ein Architekturbüro zwei Varianten vorgestellt. Für die Eltern der Hortkinder, die im Pfarr- und Jugendheim nur eine befristete Bleibe haben, ändert sich durch den neu gefassten Beschluss nichts. Für sie steht im Vordergrund, dass die Gemeinde baut. Und das tut sie eben nicht auf dem Löwenareal, sondern auf dem Grundstück daneben.

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