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Investition in die Region

13.07.2010

Kleinkötz wird Europa-Drehscheibe

Kleinkötz wird Europa-Drehscheibe

Die Alois Kober GmbH in Kleinkötz erweitert das Hochregallager und optimiert Versand und Service. Das Unternehmen investiert in den nächsten drei Jahren vier Millionen Euro und wird zur Drehscheibe in Europa.

Einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Alois Kober GmbH markiert der Ausbau des Lager- und Versandbereichs in Kleinkötz zur Europa-Drehscheibe. Dies sei eine Reaktion des Unternehmensbereichs Fahrzeugtechnik auf die veränderten Markt- und Kundenanforderungen im internationalen Umfeld, teilte Sprecher Thomas Lützel mit. Seinen Abschluss fand der erste Projektabschnitt dieser Tage mit der Inbetriebnahme einer dritten Hochregallager-Gasse, womit die Weichen auf Zukunft gestellt sind. Insgesamt wird das Unternehmen in den nächsten drei Jahren etwa vier Millionen Euro allein in diesen Bereich investieren.

In einer spektakulären Aktion hob ein Autokran ein weiteres Regalbediengerät mit einer Masthöhe von knapp 23 Metern und einem Gewicht von zwölf Tonnen durch das Dach des Hochregallagers in die dritte Regalgasse, wo es eingebracht und millimetergenau positioniert wurde. Dieses Gerät ermöglicht die Nutzung der bisher leer stehenden und bereits beim Bau 1992 als Reserve geplanten dritten Gasse des Hochregallagers und erweitert dessen Kapazität auf nunmehr circa 5000 Plätze.

Der Ausbau des Lager- und Versandbereichs am Standort Kötz ist die konsequente Antwort der Alois Kober GmbH auf die veränderten Markt- und Kundenanforderungen in den europäischen Ländern, die durch die Krise noch einmal verdeutlicht wurden. Statt eigener Lagerhaltung bevorzugen die Kunden heute eine Zusammenarbeit mit Lieferanten, die eine schnelle und flexible Versorgung sicherstellen.

Kleinkötz wird Europa-Drehscheibe

Diesem Trend folgend, hat AL-KO ein Konzept zur Optimierung der europäischen Logistikstrukturen entwickelt und auf dieser Basis in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche europaweite Projekte - zunächst mit Schwerpunkt Westeuropa, von Skandinavien bis Spanien - zur Umgestaltung des AL-KO Liefernetzwerks durchgeführt. Diese Neustrukturierung betraf sowohl die Ausgestaltung der Lager- oder Vertriebsstandorte in den betroffenen Ländern als auch die Modernisierung der gesamten europäischen IT-Landschaft. Darüber hinaus seien die Geschäftsprozesse für die Abwicklung von Kundenbestellungen und interne Aufträge automatisiert und die Lieferverkehre innerhalb des Netzwerks nach Kosten- und Zeitgesichtspunkten optimiert worden, so Sprecher Lützel.

Leistungsfähigkeit soll gesteigert werden

Mit dem Ausbau des Lager- und Versandbereichs am Standort Kötz, dem sogenannten Leitbetrieb für die Fahrzeugtechnik in Europa, soll der veränderten Aufgabenstellung des Standorts als Europa-Drehscheibe für den größten Unternehmensbereich der AL-KO Kober Group Rechnung getragen werden. Zudem werde die Leistungsfähigkeit des Lagers in den nächsten Wochen durch weitere Umbauten gesteigert. Durch den Einbau sogenannter Palettenstapler und entsprechende Anpassung des Lagerverwaltungssystems wird das Hochregallager laut Firma in die Lage versetzt, kleinere Palettengebinde verarbeiten zu können - eine Reaktion auf den zunehmenden Trend zu kleineren Auftragslosgrößen und gleichzeitige Erweiterung der Lagerkapazität.

Mit der Umsetzung dieses Projekts finden die Veränderungen am Standort Kötz nur ihr vorläufiges Ende. Bereits jetzt wird an der Planung eines automatischen Kleinteilelagers gearbeitet, um auch im Ersatzteilbereich und Service die Kunden noch schneller und wirtschaftlicher versorgen zu können. Auch für den Ausbau der Kommissionierflächen und Außenbereiche des Versands in Kötz sind die Planungen bereits angelaufen.

Harald Kober, Vorstand, Harald Hiller, Leiter Unternehmensbereich Fahrzeugtechnik Europa, sowie die Führungsmannschaft des Unternehmens sind sich einig: Nur durch Innovation in Produkt und Prozess sowie hierauf abgestimmte, leistungsfähige Strukturen kann eine langfristige Überlebensfähigkeit der Geschäfte gesichert werden. Die Europa-Drehscheibe sei ein Baustein in der Gesamtstrategie. (zg)

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