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Versteigerung

28.05.2020

Maimarkt ähnelt einem Geisterspiel

Absatz war auch ohne Zuschauer gut. Drei hochwertige Zuchtbullen und starke Nachfrage bei Bullenkälbern

So wenige Personen wie beim diesjährigen Maimarkt waren wohl noch nie bei einer Versteigerung der Schwäbischen Fleckviehzüchter anwesend. Die Marktbeschicker mussten sofort nach der Anlieferung der Jungkühe das Marktgelände wieder verlassen. Das knappe Dutzend Kaufinteressenten verlor sich in den Rängen der Wertinger Schwabenhalle, nachdem mittels Einlasskontrolle keine Zuschauer zugelassen waren. Beim Anblick dieser trostlosen Kulisse drängten sich Vergleiche mit den aktuell stattfindenden Geisterspielen der Fußballbundesliga auf.

Entgegen mancherlei Befürchtungen bereitete der Absatz aber keinerlei nennenswerte Probleme. Dazu trug bei, dass viele Kaufinteressenten dem Appell des Zuchtverbandes gefolgt waren und Kaufaufträge erteilt hatten. Außerdem waren die angebotenen Tiere von hoher Qualität.

Aus dem 13 Tiere zählenden Angebot bei den Zuchtbullen konnten diesmal drei die hohe Hürde für den Besamungseinsatz nehmen. Das Tageshöchstgebot von 17000 Euro erhielt ein an die Spitze gestellter „Herzpochen“-Sohn mit sehr hohen genomischen Zuchtwerten. Er wurde von der Besamungsstation Neustadt/Aisch ersteigert.

Die beiden anderen gingen an die Besamungsstation Marktredwitz. Weitere sieben Bullen wurden für den Deckeinsatz angekauft.

Der Auftrieb bei den Jungkühen umfasste 47 Tiere mit einem durchschnittlichen Tagesgemelk von 30,7 Kilo Milch.

Vier typstarke Jungkühe wurden vorgezogen in Wertklasse 2 a. Das Angebot präsentierte sich im Wesentlichen in sehr ansprechender und ausgeglichen hoher Qualität. Bei zügigem Versteigerungsverlauf lag der Durchschnittserlös am Ende bei 1577 Euro.

Einen spürbaren Preisschub erfuhren die 217 angebotenen und verkauften Bullenkälber zur Weitermast infolge starker Nachfrage. Über das gesamte Angebot hinweg errechnete sich bei 100 Kilo Auf-triebsgewicht ein Nettopreis von 4,84 Euro ohne Mehrwertsteuer pro Kilo Lebendgewicht. Gut entwickelte Kälber im Gewichtsbereich 80 bis 100 Kilo lagen entsprechend darüber.

Die sieben weiblichen Zuchtkälber erlösten 3,03 Euro und die 35 weiblichen Mastkälber 2,92 Euro pro Kilo Lebendgewicht bei einem Durchschnittsgewicht von 96 Kilogramm.

Der nächste Zucht- und Nutzkälbermarkt findet in Wertingen am Mittwoch, 3. Juni, der nächste Großviehmarkt am Mittwoch, 24. Juni, statt. (zg)

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