Newsticker

Städte- und Gemeindebund fordert Ausweitung der Maskenpflicht in Deutschland
  1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Neues Domizil wird wohl ein Geschenk zu Weihnachten

10.07.2010

Neues Domizil wird wohl ein Geschenk zu Weihnachten

Architekt Martin Wiedemann (Bildmitte) lud die Gäste beim Richtfest des Großkötzer Kindergartens zu einem Rundgang ein und erklärte, wie das ehemalige Kloster mit dem Neubau verknüpft wird.
2 Bilder
Architekt Martin Wiedemann (Bildmitte) lud die Gäste beim Richtfest des Großkötzer Kindergartens zu einem Rundgang ein und erklärte, wie das ehemalige Kloster mit dem Neubau verknüpft wird.

Kötz "Das darf nur der Zimmermann machen!", sagte Kindergartenleiterin Margit Galgenmüller ihren Schützlingen eindringlich, als der Zimmermeister nach dem Richtspruch das Glas austrank und es mit Schwung an die Wand des künftigen Großkötzer Kindergartens warf. Zum Richtfest hatten die Kleinen sich mit allerhand Werkzeug ausstaffiert, um den Gästen zu zeigen, wie fleißige Handwerker schaffen. Der mit 2,2 Millionen Euro veranschlagte Neubau soll, so hofft Architekt Martin Wiedemann, zum Jahresende bezogen werden.

Von einer "Rieseninvestition in unsere Kinder und unsere Zukunft" sprach der Großkötzer Kirchenpfleger Roland Kober, der den Gästen - Kindergartenkindern mit ihren Eltern und Erzieherinnen, Vertretern des öffentlichen Lebens und Kötzer Bürgern - kurz schilderte, was in dem Neubau entsteht, der sich direkt an der Rückseite des früheren Klosters anschließt: Platz für drei Kindergartengruppen und zwei Krippengruppen wird es geben, außerdem im Dachgeschoss des früheren Klosters einen Raum für die katholische Pfarrbücherei. Drei Zuschussanträge habe die katholische Kirchenstiftung Großkötz gestellt, einer sei bisher positiv beantwortet, sagte Kober.

Mit Begeisterung sangen dann die während der Bauzeit im Kleinkötzer Pfarrzentrum untergebrachten Mädchen und Buben des Kindergartens Sankt Josef das Lied von den fleißigen Handwerkern. Sie kamen als Maurer, Gipser, Elektriker, Glaser und Schreiner daher, um den im künftigen Mehrzweckraum und Spielflur dicht gedrängten Gästen ihre Freude auf das neue Domizil zu zeigen.

Den Rundgang durch den schon gedeckten Rohbau machte Architekt Martin Wiedemann dann aber aus Sicherheitsgründen lieber nur mit den Erwachsenen. Er sprach von der "besonderen Situation", dass das alte Kloster erhalten bleiben sollte, und wies auch auf die Anfangsschwierigkeiten hin. Das Vorhaben habe einen "denkbar schlechten Start" gehabt, als nach dem Abbruch des maroden alten Kindergartens der Kirchberg ins Rutschen gekommen war, dann habe man mit dem schlechten Baugrund zu kämpfen gehabt, der bis zu einer Tiefe von zwei Metern mit Bauschutt verfüllt war und schließlich habe auch der strenge Winter die Arbeit erschwert. "Wir haben bis jetzt schon sehr viel Geld in den Boden gesteckt", sagte der Architekt", "das sieht man gar nicht".

Neues Domizil wird wohl ein Geschenk zu Weihnachten

Acht Firmen gleichzeitig

Um zum Jahreswechsel den Umzug in den Neubau zu schaffen, wird jetzt auf der Baustelle hinter dem Rathaus in Großkötz mit Hochtouren gearbeitet. In den vergangenen zwei Wochen, so Wiedemann, seien bis zu acht Firmen gleichzeitig auf der Baustelle gewesen. Die Großkötzer Kindergartenkinder jedenfalls - das war beim Richtfest zu sehen - freuen sich, wenn sie zu Weihnachten ihr neues Haus beziehen dürfen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren