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28.04.2018

Ohne Gewalt erziehen

Manchmal hilft schon eine kurze Pause

„Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung.“ Seit dem Jahr 2000 ist dies im Bürgerlichen Gesetzbuch BGB (§ 1631, Abs. 2) verankert. Der Klaps auf den Po, die Ohrfeige, das Ziehen an Ohren oder Haaren – all das ist verboten. Zum Tag der gewaltfreien Erziehung am 30. April gibt die KJF-Erziehungsberatungsstelle Tipps.

Auch Beschimpfungen und Etikettierungen wie zum Beispiel „Lügner“, entwerten das Kind als Mensch und gehören zur Kategorie seelische Verletzungen, sagt Artur Geis von der Erziehungsberatungsstelle in Günzburg. Wenn Eltern die Geduld ausgeht und sie nicht mehr weiter wissen, dann empfiehlt er, erst mal durchzuatmen und bis zehn zu zählen.

„Wenn wir sofort reagieren, reagieren wir eskalierend, denn das ist die reflexartige Reaktion“, erklärt Erziehungsberater Geis. „Die kurze Pause ist wichtig, um die Vernunft wieder mitarbeiten zu lassen. Die Gefühle lassen sich dadurch zwar nicht stoppen, aber die Handlung.“ Nach der kurzen Pause fällt es dann wieder leichter zu analysieren: Was ist jetzt wirklich wichtig? Kann ich einfach aus der Situation rausgehen und damit dem Machtkampf entgehen? Oder kann ich auch mal nachgeben, und meinem Kind zum Beispiel heute beim Anziehen helfen, weil es vielleicht eine unruhige Nacht hatte. Sich eine freundliche, ruhige, gewaltfreie Art der Durchsetzung anzueignen und damit auch den eigenen Kindern ein Vorbild zu sein, lohnt sich also. „Das ist zunächst einmal zeitaufwendig, aber hinterher gewinnt man viel Zeit, es ist also eine gute Investition“, sagt Artur Geis. (zg)

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