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Reisensburg

23.02.2018

Paula lernt starke Mädchen kennen

Paula Print besuchte die Krass-AG der Grundschule Reisensburg. Dort können die zwölf Mädchen kreativ sein.
Bild: Bernhard Weizenegger

Die Zeitungsente besucht die Krass-AG der Grundschule in Reisensburg und erfährt dabei alles über Farben und wie Schülerinnen mutiger werden können.

„Grün, grün, grün sind alle meine Kleider, grün, grün, grün ist alles, was ich hab’“, singt Paula Print vergnügt während sie zur Grundschule nach Reisensburg watschelt. Dieses Kinderlied singt die kleine Zeitungsente am liebsten, weil sie Farben so gerne mag. Außerdem besucht sie heute die Mädchen der Krass-AG – das ist ein Kunstprojekt, bei dem die zwölf Schülerinnen tolle Bilder malen dürfen. Und da passt das Farben-Lied doch besonders gut, findet Paula Print und schaut gespannt in den Werkraum der Grundschule. „Hallo Paula Print“, rufen die Kinder ihr laut entgegen, als sie die Zeitungsente entdecken.

Paula Print schaut sich neugierig um. Neben der Tür liegen auf einem Schrank viele bunten Mappen. Dort befinden sich die Kunstwerke der Mädchen. Auf einem anderen Tisch stehen getöpferte Becher. „Die sind ja schön“, findet Paula Print. Am liebsten würde die Zeitungsente gleich selber zum Pinsel greifen, aber jetzt setzt sie sich erst einmal zu den Kindern und ist gespannt, was die Mädchen zu erzählen haben. „Was macht ihr denn hier in der Krass-AG?“, quakt die Zeitungsente ganz aufgeregt. „Hier wird gemalt, getöpfert und gebastelt“, erklären ihr die Kinder. Die Mädchen sind zwischen sieben und zehn Jahre alt und eigentlich ganz schüchtern, geben sie im Gespräch mit Paula Print zu. Und weil sie sich im Unterricht öfters mal melden sollen, dürfen sie bei der Krass-AG mitmachen. Hier sollen sie nämlich lernen ein bisschen mutiger zu sein.

„Schau mal, ich habe eine Tulpe gefaltet“, sagt ein Mädchen und streckt ihr eine bunte Papierblume entgegen. „Oh, die ist ja hübsch geworden“, sagt Paula Print. Dann fängt das Mädchen zu kichern an und sagt: „Ich heiße übrigens auch Paula Print.“ Da strahlt die Zeitungsente. Das Mädchen hat den selben Namen wie sie! Das findet sie toll. Schon kommt ein anderes Mädchen, das Magdalena heißt, und erklärt ihr, dass sie Blumen, Fische, Vögel und Windräder basteln und damit das Schulhaus schmücken wollen. Ein Mädchen gibt zu, dass es am Anfang gar nicht so leicht war, die Blumen zu falten. „Das musste ich erst üben.“ Aber jetzt kann sie die Figuren sogar auswendig. „Es ist so toll, wenn es nach vielem Üben endlich klappt“, sagt das Mädchen stolz.

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Dann zeigen die Kinder der Zeitungsente weitere Kunstwerke: bunte Häuser auf Papier und Leinwände, auf denen ganz viele Farben schimmern. „Was ist deine Lieblingsfarbe?“, wollen die Kinder wissen. Da muss Paula Print überlegen. Eigentlich mag sie nämlich alle Farben. „Bunt“, sagt sie daher und lächelt. Dann erklärt Ebru der Zeitungsente, dass sie in der Krass-AG auch den Farbenkreis kennen gelernt haben. „Was ist das denn?“, fragt die Zeitungsente neugierig. Davon hat sie ja noch nie etwas gehört. Und dann erklärt Ebru ihr, dass es drei Farben gibt, die nicht gemischt werden können: Blau, Rot und Gelb. Alle anderen Farben werden aus diesen drei Grundfarben zusammen gemischt. Grün ist zum Beispiel eine Mischung aus Blau und Gelb. Und Orange entsteht, wenn man rote und gelbe Farbe zusammenmischt. „Und rosa?“, fragt die Zeitungsente. Die mischt man aus Rot und Weiß. Und dann erklären die Mädchen der Zeitungsente, dass Rosa zwar oft als Mädchenfarbe bezeichnet wir, aber dass das gar nicht stimmt. „Auch Buben dürfen rosa T-Shirts anziehen“, sagen sie. Außerdem ärgern sie sich ein bisschen darüber, dass viele Sachen für Mädchen meistens rosa sind. „Stimmt“, sagt Paula Print, „mir gefallen ja auch ganz viele Farben. Es muss nicht immer rosa sein.“

Paula Print sitzt mit den Mädchen im Stuhlkreis und hört ihnen ganz konzentriert zu. Sie erzählen, was sie gerne essen, welche Hobbys sie haben und was sie später einmal werden wollen. Da sind tolle Berufe dabei. Ein Mädchen möchte Feuerwehrfrau werden, eine andere Eiskunstläuferin und zwei Kinder Ärztinnen. Die Mädchen erzählen immer mehr und Paula Print hört ganz gespannt zu, weil sie das so interessant findet. „Die Mädchen blühen hier richtig auf“, sagt Susanne Dorner, die die Krass-AG leitet. Das stimmt. Paula Print kann sich gar nicht vorstellen, dass die Kinder im Unterricht sonst recht schüchtern sind und sich gar nicht melden wollen. Sie haben doch so tolle Sachen zu erzählen. „Ihr müsst gar nicht schüchtern sein“, sagt Paula Print ihnen. Sie ist nämlich ganz begeistert, welche tollen Kunstwerke die Mädchen gebastelt, gemalt und getöpfert haben.

„Ich komme euch bestimmt bald wieder besuchen“, ruft Paula Print ihnen beim Gehen noch entgegen. Und einige der Mädchen wollen ihr beim nächsten Besuch sogar einen Kuchen backen. „Oh fein“, freut sich Paula Print und ist erstaunt, was die Mädchen schon alles können.

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