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22.06.2017

Seit über 500 Jahren wird gebaut

Ausschnitt aus der bearbeiteten Uraufnahme Günzburgs. Der Bereich unten (blau) markiert das älteste Schloss.

Die sechs Phasen des Günzburger Schlosses

Unter Einbeziehung des aus dem 14. Jahrhundert stammenden südöstlichen Stadtmauereckturmes lässt Hans vom Stain zu Ronsberg 1452 den spätgotischen Kernbau errichten.

ab 1575: Unter Leitung von Alberto Lucchese entstanden Hofkirche, der Nord-, Ost- und Westflügel in den Formen der italienischen Renaissance (Sgraffito-Wandgestaltung).

Nach dem großen Schlossbrand wird die Anlage durch Valerian Brenner im Stile des Barocks wieder aufgebaut. Der Westflügel erhält eine zunächst zweigeschossige Flurerschließung durch eine gemauerte Arkadenkonstruktion.

Unter Leitung des Wettenhauser Stiftsbaumeisters Joseph Dossenberger werden unter anderem die Fassaden mit einer aufwendigen spätbarocken Fassadenmalerei versehen, deren letzte Reste man nach 1960 abschlägt. Beginn der Nutzung als Ämtergebäude.

Nach der Mitte des 19. Jahrhunderts findet ein tief greifender Umbau der Anlage statt. Sämtliche Dächer, außer dem Mansardwalmdach des Hauptgebäudes wurden erneuert. Der ehemalige Stadtmauerturm erhielt statt seines Mansardwalmdaches einen blechgedeckten Spitzhelm, der die Silhouette des Schlosses erheblich beeinträchtigt.

Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges fand ein purifizierender Wiederaufbau der gesamten Anlage statt, der sich nur wenig an der historischen Bedeutung und Substanz des Schlosses orientiert. Vor allem in den 1960er- und 1970er-Jahren zerstörte man alle bis dahin noch vorhandenen älteren Ausstattungsphasen (barocke Haupttreppe, Fenster und Türen) und überarbeitete die Außenfassaden unter Verlust sämtlicher historischer Putze. (zg)

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