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Fasching

25.02.2020

Sie sind wieder da

Die drei Fähnriche der Burkhardia eröffneten mit ihren Fähnrichsbräuten am Sonntag in der Jettinger Turn- und Festhalle den traditionellen Fähnrichsball.
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Die drei Fähnriche der Burkhardia eröffneten mit ihren Fähnrichsbräuten am Sonntag in der Jettinger Turn- und Festhalle den traditionellen Fähnrichsball.

Trommler, Hanswurst und Fähnriche begeistern die Jettinger

In Jettingen ist der Fasching wieder da. Und wer ein richtiger Jettinger Fasnachter ist, der geht zum Fähnrichsball in die Turn- und Festhalle. So war es jedenfalls am Sonntag: Die Halle war voll und es schien, als warteten die Gäste schon darauf, sozusagen nach zwei Jahren Abstinenz richtig schön Fasching zu feiern.

Die Tanzfläche war jedoch zunächst den Fähnrichen und ihren Fähnrichsbräuten vorbehalten. Gut sahen sie aus und sie stellten wahrlich etwas dar, nachdem sie, vom Trommler und vom Hanswurst mit der Fahne voraus und vom Komitee begleitet, vor die Bühne gezogen waren. Immerhin hatten sie nach der Fahnenübergabe vor dem Jettinger Rathaus am Mittag schon eine ganze Weile „gepfändert“, also waren von Haus zu Haus gegangen, um die ersten Jettinger zum Fasching einzuladen.

„Wollt ihr sie tanzen sehen?“ Die Frage, die Burkhardia-Präsident Max Behrendt in das Publikum geworfen hatte, war eigentlich überflüssig, denn dieses hatte schon darauf gewartet. Überhaupt war es ein auffallend buntes Publikum: Neben Piraten, Indianern und Vertretern aus dem berühmten gallischen Dorf wie auch aus dem Barock war sogar Pipi Langstrumpf vertreten. Die Politik war ebenfalls da: Marktoberhaupt Hans Reichhart war im „Rentner-2020-T-Shirt“ erschienen, die Nachfolger in spe brillierten als Napoleon und Musketier und selbst der Herr Minister a. D. und Mann für den Landratsposten war extra aus dem Dschungelcamp entsprungen – sogar eine Schlange hatte sich um seinen Hals verfangen.

Sie sind wieder da

Dann gab es noch zwei weitere und ebenfalls nicht weniger hochkarätige Gäste, oder vielmehr Gesellschaften, die immer wieder anheizten und der ohnehin schon besten Stimmung quasi das „I-Tüpfelchen“ aufsetzten: Der Kötzer Narren-Club hatte damit begonnen, der Carnevals-Club Harthausen führte das ganze, ähnlich wie an einem roten Faden sich hinziehend, fort. Den ersten Part hatte die Prinzengarde aus Kötz übernommen, die KNC-Showtanzgruppe glänzte mit ihrer schaurig-gruseligen „Dia de los Muertos“-Show und Prinzessin Claudia II. und Prinz Ingo I. stellten klar, dass ein Prinzentanz auch in Latzhose und grünem Overall hervorragend funktioniert. Beim CCH-Showtanz fand sich das Publikum zwischen mit Speeren und Buschtrommeln bewaffneten Kriegern in der ganzen „Power of Africa“ wieder, während der CCH-Fanfarenzug diesem beibrachte, wie man zur „Vogelwiese“ Freestyle tanzt und „Über den Wolken“ in einer Polonaise marschiert. Da hätte sogar Reinhard Mey geschaut. Dem nicht genug: 1,6 Tonnen pure Erotik hatte Chrissident – in Harthausen beim CCH gibt es keinen Präsidenten, sondern einen Chrissidenten – Cristian Held angekündigt: Geradezu graziös und federleicht bewegten sich die 13 schweren Jungs, die (Alb)Traumtänzer des CCH-Männerballetts, über die Tanzfläche.

Nach dem Austanz der Jettinger Fähnriche war noch nicht Schluss: Die Band Bim Bam Boo zog das Publikum auf die Bühne. Es schien so, als ob dieses etwas nachzuholen gehabt hätte. Und in der Tat: „Uns hat im letzten Jahr etwas gefehlt“, bestätigte eine junge Dame. „Wir haben unseren Fasching wieder.“

Mehr Bilder gibt es unter guenzburger-zeitung.de/lokales

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