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Bau

01.08.2020

Den historischen Ortskern aufwerten

Altenstadt plant ein Gestaltungshandbuch

Der Marktgemeinderat Altenstadt will für ein Sanierungsgebiet im Ortskern ein Gestaltungshandbuch erstellen lassen. Bei der Umsetzung von Maßnahmen soll es auch Fördermittel für private Bauvorhaben geben. Im September will sich der Marktgemeinderat in einer Klausurtagung damit beschäftigen. Bei der nächsten Bürgerversammlung könnte das Gestaltungshandbuch bereits den Bürgern vorgestellt werden.

Im Wesentlichen geht es dabei um den alten Ortskern, die Aufwertung der Memminger Straße sowie die Gestaltung und Begrünung des öffentlichen Raums an der Ortsdurchfahrt. In den Mittelpunkt rücken könnte auch die Neugestaltung des Bahnhofs und des dazugehörigen Umfelds. Planerin Sylvia Haines sprach davon, dass der Bahnhof und das ganze Areal zu einer Visitenkarte Altenstadts werden könnten. Ein Projekt könnte auch die Reaktivierung und Sanierung ortsbildprägender, historisch bedeutsamer Gebäude und der umliegenden Freiflächen sein. Sylvia Haines nannte hierzu die Alte Bleiche samt Flächenumgriff. Historische Gebäude aus der Zeit vor 1945 sollen in ihrem Erscheinungsbild erhalten bleiben. Neubauten und bauliche Ergänzungen sollen sich an historische Bausubstanz anpassen, aber auch den zeitgemäßen Erfordernissen nicht entgegenstehen.

Beim Gestaltungshandbuch geht es um eine Anleitung zur Fassadengestaltung, die Auswahl passender Türen und Fenster, sich einpassende Werbeanlagen, Dachform, Dachneigung und Dacheindeckung, Gauben und die Gestaltung von Außenanlagen sowie von Hofflächen. Maximal 30 Prozent der förderfähigen Kosten einer Gesamtmaßnahme, höchstens jedoch 20000 Euro, wären auch für private Maßnahmen als Bezuschussung möglich. 60 Prozent des Zuschusses würden Bund und Land tragen, 40 Prozent müsste die Marktgemeinde beisteuern.

SPD-Marktrat Ernst Wüst regte an, dass man die Marktstraße in Illereichen in das Konzept mit einbeziehen sollte. FWG-Ratsmitglied Robert Heller befürchtete, dass Bauherren eventuell kein Interesse an dem Förderangebot haben. Haines betonte, dass man zusammen mit Handbuch und Gestaltungssatzung auch ein Beratungsangebot schaffe.

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