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Altenstadt

08.02.2015

Der „Omzug“ in neuem Gewand

Trotz frostiger Temperaturen und gelegentlichen Schneeschauern herrschte beim Altenstadter „Omzug“ wie immer beste Laune – sowohl bei den rund 2000 Hästrägern als auch bei den mehreren Tausend Zuschauern, die den Gaudiwurm bestaunten.

Mehr als 2000 Hästräger, Narren und Musiker zogen am Sonntag durch Altenstadt. Dabei standen in diesem Jahr einige Neuerungen auf dem Programm.

Die Dachorganisation der Altenstadter Faschingsfreunde hat dem „Altastadtr Faschingsomzug“ zu einem ganz neuen Gesicht verholfen. Zunächst war der 47. Omzug länger, bunter, schriller und närrischer als im vergangenen Jahr. Knapp 70 Gruppen mit über 2000 Teilnehmern zogen fast zwei Stunden durch die Marktgemeinde Altenstadt und verbreiteten närrische Stimmung. Dabei gab es in diesem Jahr schon vor dem „Faschingsomzug“ viele Höhepunkte.

Nach der gut besuchten Narrenmesse stand erstmals ein Zunftmeisterempfang in der TSV-Halle auf dem Programm. Christian Huber von den Schedder-Häxa Altenstadt freute sich, dass die Halle mehr als gut gefüllt war und beste Stimmung herrschte. Nachdem die Blech-Beat-Gugga aus Oberelchingen kräftig eingeheizt hatten, konnte Huber mehr als 30 Zünfte begrüßen. Darunter waren auch weit gereiste Zünfte aus Kempten, Unterkammlach, Einsingen, Mühlhausen, Hüttisheim und Reutlingen.

Seit drei Jahren organisieren die Altenstadter Zünfte den „Omzug“. Davor waren dies Hubert Bogedain und Heike Dirr, die für ihre Verdienste rund um das Altenstadter Faschingstreiben von Christian Huber geehrt wurden. Ohne die beiden würde es den „Omzug“ sonst vermutlich nicht mehr geben.

Pünktlich zum Start des „Faschingsomzugs“ ließ das Schneetreiben nach und die Sonne zeigte sich. Knapp 70 närrische Gruppen verbreiteten ausgelassene Faschingsstimmung und zogen als kunterbunter Gaudiwurm, begleitet von lautstarker Gugga-Musik, durch die Straßen des Marktes und wiederum vorbei an Tausenden von Zuschauern, die von beiden Seiten der Iller kamen um das fröhliche Spektakel zu sehen. Durch die Neu-Organisation hatte sich das Zentrum des närrischen Geschehens mehr in die Memmingerstraße und die Schillerstraße verlagert. Das Narrentreiben fand dieses Jahr im Ortszentrum auf dem ehemaligen Obermeiergelände statt und die TSV-Halle rückte durch den Kinderfasching mit den Bubbles noch einmal in den Mittelpunkt des Interesses.

Der „Omzug“ selbst zog sich gemächlich aber fröhlich durch die Straßen der Marktgemeinde. Besonderen Beifall erhielten die närrischen Gruppen, die ihren Vorrat an „Guatsle“ freigiebig unters Narrenvolk streuten. Sie fanden bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen dankbare Abnehmer für Karamellen und süße Lollis. Dagegen drängte sich verständlicherweise die eine oder andere junge Dame innerhalb der Zuschauerreihen etwas nach hinten – insbesondere, wenn eine oder mehrere Hexen plötzlich auf sie zustürmten. Wer aber einmal für den Häxa-Zuber der Altastadtr Schedder-Häxa auserkoren war, musste meist auch mit, wurde kurz aber kräftig durchgewirbelt, und – mit ausreichend Konfetti für die nächsten drei Faschingsaisonen beworfen – wieder freigelassen.

Ein besonderer Blickfang war in diesem Jahr das Wikingerschiff der Faschingsfreunde Nordholz-Ingstetten. Wegen der Stromleitungen auf den Hausdächern musste das Segel sogar einige Male wieder eingeholt werden. Ein musikalischer und optischer Blickfang waren die Lumpenkapelle aus Aitrach oder auch der Fanfarenkorps Ulm und der Fanfaren- und Spielmannszug Erolzheim. „Es ist besonders schön, dass wieder mehr und größere Gruppen nach Altenstadt gekommen sind und unser „Omzug“ mehr Beachtung findet“, betonte Christian Huber von den Schedder-Häxa.

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