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Kellmünz

29.01.2021

Fehlende Kita-Plätze in Kellmünz: Wo kann erweitert werden?

Der Platz der Kellmünzer Kita könnte bald nicht mehr ausreichen. Zusätzliche Betreuungsplätze könnten in der daneben liegenden Bücherei entstehen.
Foto: Armin Schmid

Plus In Kellmünz steigt der Bedarf an Kitaplätzen. Im Raum steht die Bücherei im Nachbarsgebäude - oder ein kompletter Neubau.

Der Bedarf an Betreuungsplätzen in der Kellmünzer Kindertagesstätte könnte in den nächsten Jahren leicht ansteigen. Durch die anstehende Bebauung im Bereich „Römerhöhe“ könnte sich diese Entwicklung noch steigern. Der Marktgemeinderat will daher bereits jetzt prüfen, ob und wie eine Erweiterung des Angebots möglich ist. Dabei rückt auch die Kellmünzer Bücherei in den Mittelpunkt des Interesses.

Wohin die Kellmünzer Bücherei verlegt werden könnte

Aktuell ist die Bücherei im früheren Kindergartengebäude untergebracht, das Gebäude wäre die nahe liegende Option für eine Erweiterung. Die Bücherei müsste in diesem Fall in einer anderen Liegenschaft der Gemeinde untergebracht werden. Bürgermeister Michael Obst sagte, die Gemeinde habe es sich zum Ziel gesetzt, dass mehr Kinder in Kindergarten und Grundschule gehen, um die Auslastung zu gewährleisten. Nun müsse man sich über die Erweiterung der Kita Gedanken machen. Derzeit sei die Kinderkrippe noch nicht voll ausgelastet.

Der Kindergarten steuert jedoch auf die maximale Auslastung zu. Gemeinderat Christian Saueressig war es wichtig, dass bei einer Heranziehung des früheren Kindergartengebäudes eine adäquate Ersatzlösung für die Bücherei gefunden wird. Bürgermeister Obst betonte, dass man die Bücherei nicht in „irgendeinen Keller“ abschieben werde. „Langfristig ist die künftige Seniorenwohnanlage am Kirchplatz aus meiner Sicht der richtige Ort für die Unterbringung der Kellmünzer Bücherei“.

Die Plätze in der Kita in Kellmünz werden langfristig nicht reichen

Obst fügte an, dass die Kapazitäten der Kita langfristig nicht ausreichen werden. Davon dürfe man sich nicht überrumpeln lassen. Allerdings werde es auch noch etwas dauern, bis es so weit ist. Eine Strategie sollte man sich aber zurechtlegen. Der Zustand des ehemaligen Kindergartens sei recht gut. Mit überschaubaren Sanierungsmaßnahmen könnte laut Obst das Gebäude wieder für diesen Zweck in Betrieb genommen werden.

Die bereits geplante Neugestaltung der Außenanlagen sollte gestoppt werden, fand Christian Kuhn. Die Umsetzung sei nicht sinnvoll, bevor nicht klar ist, ob man die Bücherei als Kindergarten nutzen wird oder ob es doch zu einem Neubau kommt. Michael Obst meinte, dass man wenigstens für die Krippenkinder zeitnah einen Gartenbereich schaffen sollte.

Eine Aufstockung des bestehenden Kindergartens wurde ebenfalls diskutiert. Problematisch ist laut Bürgermeister, dass das Gebäude in diesem Fall nicht mehr barrierefrei wäre. Der Marktrat hat den höheren Bedarf an Betreuungsplätzen anerkannt. Zudem sollen die Kosten für die Ertüchtigung des Büchereigebäudes ermittelt und in den Haushalt 2021 eingestellt werden. Die Neugestaltung der Außenanlagen soll abgewandelt werden und in der Form verwirklicht werden, dass der Nutzung der Bücherei nichts im Wege steht. Alle Beschlüsse sind einstimmig erfolgt.

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