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Musik

22.01.2019

Früher Klassik, heute Pop: Orchester des Illertisser Kollegs spielen Konzert

Beim Neujahrskonzert bekamen die Schüler professionelle Unterstützung von Andy Mock, Sängerin Lilly Mackay und dem Saxofonisten Lee Mayall.
Bild: Schmid

Die drei Orchester des Illertisser Kollegs begeistern ihr Publikum mit modernen Stücken.

Es begann wie vor 20 Jahren: Alle drei Streichorchester des Kollegs der Schulbrüder – die Illertisser Streichhölzer, also die Anfänger, die Fortgeschrittenen im Happy College Orchestra und die Top-Kräfte des Kammer Kolleg Orchesters marschierten in die voll besetzte Festhalle ein. Voraus ging Musiklehrer Peter Hupfer und intonierte mit „Scotland the Brave“ die Hymne, mit der er seine Tätigkeit am Kolleg begonnen hatte.

Nach einer kurzen Ansprach begrüßte Schulleiter Manfred Schöpplein die Band mit dem ehemaligen Kollegsschüler Andy Mock, der hier heimisch gewordenen kanadischen Sängerin Lilly Mackay, früher als Lilianne Schreiber bekannt, sowie den renommierten Saxofonisten Lee Mayall. Ein Mix aus Rock und Klassik machte den Reiz dieses „Swinging Neujahrskonzertes“ aus. Früher war das anders: Als vor fünfzig Jahren die Geiger des damaligen Kollegs-Schulorchesters ihren Musiklehrer fragten, ob man denn nicht auch mal das gerade beliebte „Yesterday“ von Paul McCartney spielen könne, bekamen sie zur Antwort, das sei doch „keine Musik“.

Nach der Pause übernimmt Kammer-Kolleg-Orchester

Anno 2019 machen Rock, Pop und vor allem die inzwischen als grandios anerkannten Beatles-Hits den Großteil des Programmes auf der Bühne aus, auf der es früher „nur“ Klassik gab. Die erste Hälfte des Konzerts gehörte dem Happy College Orchestra (HCO), das mit „Hold On“, einer Polka als einzigem traditionellen Stück des Abends, zwei fetzigen Ragtimes und nicht zuletzt einem gefühlvollen langsamen „Spanish Waltz“ sein beachtliches Können unter Beweis stellte. Die jungen Leute erhielten dafür genau so viel Applaus wie die hinter ihnen aufgebaute Band, für die sich Andy Mock vor allem Top-Hits der Rock’n’-Roll-Ära wie die berühmten „Blue Suede Shoes“, „Da Doo Run Run“ oder „Sunny“ ausgesucht hatte. Hier imponierten nicht nur die virtuosen Riffs von Andy Mock auf seiner Gitarre, sondern vor allem die mitreißende Performance von Sängerin Lilly Mackay und die Saxofon-Soli von Lee Mayall.

Nach der Pause übernahm das Kammer Kolleg Orchester (KKO) die Bühne. Die jungen Leute lösten Begeisterung aus, als sie ihr beinahe Können mit der sechssätzigen „Liverpool Suite“ von Paul McCartney zeigten. Das Stück zeigt in seiner faszinierender Vielfalt, weshalb der einstige Beatles-Bassist auch als Komponist einen Welterfolg nach dem anderen feierte. Die besten ABBA-Hits, der Titelsong aus „The Beauty and the Beast“, mit Lilly Mackay gemeinsam interpretiert, und die unsterblich gewordenen Songs „Love is all Around“ und „Let it Be“ rundeten den Auftritt ab. Andy Mock hatte dafür Streicher-Arrangements geschrieben, und so ergab sich ein erfolgreiches Zusammenwirken von Band und KKO. Zum Finale vereinigten sich alle Mitwirkenden, von den Streichhölzern über HCO und KKO bis zur Band. Und sie alle versicherten dem stehend applaudierenden Publikum, dass es fortan am Kolleg „Rock around the Clock“ geben werde.

Die traditionelle Blasmusik sowie die Chöre des Instituts werden sich daneben mit gleicher Begeisterung zu behaupten wissen. Man darf also davon ausgehen, dass die Musikausbildung am Kolleg auch in Zukunft große Erfolge feiern wird.

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