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Neujahrsempfang

03.01.2020

Nahwärmenetz kommt voran

Gemeinsam mit Vertretern der Vereine sowie Bürgerinnen und Bürgern stieß Gemeindeoberhaupt Hans-Peter Mayer (links) auf das Jahr 2020 an.
Bild: Claudia Bader

Der Winterrieder Bürgermeister hat etliches Positives zu vermelden, doch es gibt auch weniger erfreuliche Dinge

Die Planungen für das künftige Nahwärmenetz sowie die Sanierung der Turn- und Festhalle sind die Projekte, welche die Gemeinde Winterrieden im Jahr 2019 am meisten beschäftigt haben. „Neben Lichtblicken mussten wir auch Rückschläge und belastende Momente hinnehmen“, resümierte Bürgermeister Hans-Peter Mayer beim Neujahrsempfang. Mit einem Prosit, guten Wünschen und einem gemütlichen Plausch starteten er und seine Gemeinderäte gemeinsam mit Vertretern von kirchlichem und öffentlichem Leben sowie Bürgern ins neue Jahr.

Zum Auftakt der traditionellen Veranstaltung legten die Versammelten eine Gedenkminute für den am 23. Juni 2019 plötzlich verstorbenen Zweiten Bürgermeister Manfred Kienle ein.

„Als Klimaschutzbeauftragter und Leiter des gemeindlichen Energieteams hat er entscheidend dazu beigetragen, dass wichtige Projekte auf kommunaler Ebene angeschoben und umgesetzt wurden“, sagte Mayer. Nicht nur aufgrund seines technischen Wissens, sondern vor allem wegen seiner ruhigen und zielstrebigen Art sei Kienle in den verschiedenen kommunalen Gremien sowie auf Kreisebene sehr geschätzt worden.

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Zum Projekt Nahwärmenetz in Winterrieden sagte der Bürgermeister: „Die bis dato 40 vorliegenden Anschlussverträge machen die Realisierung möglich“, meinte er. Damit sei die Gemeinde ihrem Ziel, die kommunalen Gebäude wie Mehrzweckhalle und Kindergarten anzuschließen und damit auf regenerative Energieträger wie Biogas und Hackschnitzel umzustellen, ein gutes Stück näher gekommen. Da große Lücken sowie lange ungenutzte Leitungsstrecken den Netzbetrieb unwirtschaftlich machten, hänge der Erfolg des Nahwärmenetzes ganz entscheidend von den Hausbesitzern an der geplanten Trasse ab.

Anstatt der zunächst geschätzten 40 Prozent liefere die auf dem Dach der neuen Lagerhalle bei der Kläranlage installierte Fotovoltaik-Anlage sogar 63 Prozent des benötigen Stroms, informierte der Bürgermeister. Auch die zunächst schwierige Suche nach Fachpersonal für den Kindergarten sei letztendlich erfolgreich verlaufen, sagte er. Dank der neuen Mitarbeiterinnen können die Betreuungsplätze im genehmigten Umfang genützt werden. Mithilfe von Spenden sowie viel Engagement konnte auf der Nordseite des Außenbereichs für die Kleinen eine Baustellenlandschaft angelegt werden.

Weniger gut ist die Gemeinde mit ihrem Projekt Sanierung und Anbau an die Turn- und Festhalle voran- gekommen. Nachdem der Bauantrag bereits im März 2019 beim Landratsamt eingereicht wurde, hätten die prüfenden Stellen in größeren Zeitabständen die Nachreichung von Unterlagen, Gutachten und Stellungnahmen gefordert, informierte der Bürgermeister. Letztlich habe die Aufforderung zur Erstellung eines Immissionsgutachtens zu Verzögerungen von mittlerweile sechs Monaten geführt. Deshalb konnte die Gemeinde bisher weder Förderungen für das Projekt beantragen noch Arbeiten ausschreiben, bedauerte Mayer.

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