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Rinderseuche

10.05.2019

Vorschriften für Bauern: Neue Regelungen zur Blauzungenkrankheit

Neue Regeln zum Schutz vor der Blauzungenkrankheit.

Das Unterallgäuer Landratsamt erklärt, was Landwirte nun beachten müssen.

Die Blauzungenkrankheit beschäftigt die Landwirte in der Region weiterhin. So gelten für den Handel mit Rindern ab 18. Mai neue Regeln. Wegen der Tierkrankheit dürfen ungeimpfte Rinder dann nicht mehr aus den Sperrzonen herausgebracht werden. Das teilt das Veterinäramt am Landratsamt Unterallgäu mit. Es wird nur wenige Ausnahmen geben. Hintergrund ist eine neue Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts, dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit.

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Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Blauzungenkrankheit, die in Baden-Württemberg ausgebrochen ist, ist das Unterallgäu seit Februar dieses Jahres Sperrgebiet – so wie fast ganz Schwaben. Das bedeutet, dass der Tierverkehr aus diesem Gebiet eingeschränkt ist. In Zukunft ist es laut Dr. Hubert Rainer vom Unterallgäuer Veterinäramt nicht mehr möglich, nicht geimpfte Tiere in Gebiete außerhalb der Sperrzone zu transportieren - außer es handelt sich um Schlachttiere oder Kälber. Bislang war der Handel mit ungeimpften Zucht- und Nutzrindern innerhalb Deutschlands erlaubt, wenn die Tiere per Blutprobe untersucht wurden und nachweislich gesund waren.

Vorschriften für Bauern: Neue Regelungen zur Blauzungenkrankheit

Blauzungenkrankheit: Auf was Landwirte nun achten müssen

Weiterhin gehandelt werden kann mit ungeimpften Kälbern, wenn die Muttertiere einen wirksamen Impfschutz aufweisen. Zudem müssen noch eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt sein. „Zwischen dem Abschluss der Grundimmunisierung nach der Impfung der Muttertiere und der Geburt der Kälber müssen 28 Tage vergangen sein“, erläutert Rainer. Nach der Geburt müssen die Kälber außerdem die sogenannte Biestmilch, also die Erstmilch des jeweiligen Muttertiers aufgenommen haben. Denn über diese erhalten die Kälber den Impfschutz. Zusätzlich ist laut Rainer eine virologische Blutuntersuchung, die sogenannte PCR, erforderlich. „Diese darf höchstens 14 Tage vor dem Transport der Kälber aus dem Sperrgebiet durchgeführt worden sein.“ Die Behandlung mit einem Antimückenmittel entfalle künftig. Für den Fall, dass die Kälber von Kühen stammen, die bereits einen wirksamen Impfschutz hatten, bevor sie trächtig waren, könne die zusätzliche Blutuntersuchung unterbleiben.

Geimpfte Tiere dürfen nach wie vor aus Sperrzonen gebracht und innerhalb Deutschlands und der Europäischen Union gehandelt werden. Für den Menschen ist die Blauzungenkrankheit ungefährlich. Auch Fleisch- und Milchprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden. (az)

Weitere Informationen stellt das Landratsamt Unterallgäu im Internet unter der Adresse unterallgaeu.de/blauzungenkrankheit zur Verfügung.

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