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Babenhausen

27.04.2020

Warme Trockenheit: Diese Pflege braucht der Garten jetzt

Der trockene Frühling schafft im Garten Probleme. Jetzt hilft nur gießen, gießen, gießen.
Bild: Markus Orf/Landratsamt

Plus Der Frühling dieses Jahr ist besonders trocken. Gartenfachberater Markus Orf gibt Tipps, wie Obstbäume, Sträucher und Gemüsepflanzen richtig gegossen werden.

Der Frühling ist dieses Jahr besonders trocken und warm - und das nach einem Winter fast völlig ohne Schnee. Zusätzlich führt der viele Wind zur Verdunstung und zu einer weiteren Austrocknung des Bodens. Aus diesem Grund benötigt der Garten jetzt besonders viel Wasser - doch beim richtigen Gießen muss einiges beachtet werden.

Markus Orf, Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege am Landratsamt Unterallgäu, rat, Gemüsepflanzen, Rosen, junge Obstbäume und alle anderen Jungpflanzen kräftig zu gießen. Zwar ist aktuell etwas Niederschlag angekündigt, allerdings vermutet Orf, dass der Boden grundsätzlich zu trocken bleibt und der Niederschlag nicht in tiefere Schichten vordringt.

Knackiges, frisches Gemüse benötigt viel Wasser während dem Wachsen.
Bild: Julian Stratenschulte/dpa

Wassermangel kann junge Pflanzen nachhaltig schädigen

„Knackiges, zartes Gemüse wächst nur bei ausreichender Wasserversorgung“, sagt Orf. Grundsätzlich führe Wassermangel zu kleineren Blättern und zu Kümmerwuchs. Deshalb sei es gerade bei Jungpflanzen wichtig, diese viel zu gießen. „Jungpflanzen müssen erst ein gutes Wurzelwerk ausbilden, das sie dann mit Wasser und Nährstoffen versorgen kann.“ Auch junge Obstbäume müssten in trockenen Frühjahren unbedingt gewässert werden. „Die entstehenden Schäden sind sonst irreversibel.“

Junge Obstbäume benötigen viel Wasser, damit sie gesund wachsen und Früchte tragen. Trocknen sie aus, erleiden sie irreversible Schäden.
Bild: Alexander Kaya

Wichtig ist das Gießen auch bei Rosen. „Üblicherweise werden Rosen im Frühjahr geschnitten und gedüngt. Damit die Nährstoffe an die Wurzeln gelangen können, ist durchdringendes Wässern unbedingt erforderlich.“ Zum richtigen Gießen hat Markus Orf folgende Tipps:

  • Am besten in der Früh gießen. Gießt man abends, kann die Bodenoberfläche bis zur Nacht nicht abtrocknen. Das fördert das Wachstum von Pilzen und erleichtert es Schnecken, zu den Pflanzen zu gelangen und diese abzufressen.
  • Zwei- bis dreimal die Woche kräftig gießen, ist besser, als täglich wenig Wasser auszubringen. Grundsätzlich gilt: Bei Wind und nährstoffarmen Böden sollte eine größere Menge Wasser verwendet werden, bei fruchtbaren Böden reicht eine kleinere Menge.
  • Bei Blumen oder Gemüsepflanzen können es bis zu 20 Liter Wasser pro Quadratmeter sein. So bleibt der Boden lange feucht, auch wenn die Oberfläche abgetrocknet ist.
  • Deutlich mehr Wasser brauchen Bäume und Sträucher. Als Richtwert gilt: 100 Liter pro Baum einmal die Woche.

Sie haben es noch nicht geschafft, Ihren Garten fit für den Frühling zu machen? In diesem Text lesen Sie, wie Sie Pflanzen richtig zuschneiden.

  • Idealerweise verwendet man Regenwasser zum Gießen. Dieses enthält weniger Kalk als Leitungswasser. Wer das Regenwasser in einer Regentonne sammelt, sollte diese abdecken. Damit können Tiere oder spielende Kinder nicht in die Tonne fallen.
  • Gegossen werden sollte immer in Bodennähe, unter den Blättern der Pflanze. Gibt man das Wasser von oben auf die Pflanze, wirken die Wassertropfen auf den Blättern wie ein Brennglas und die Pflanze kann „verbrennen“.
Gelangen Wassertropfen auf die Blätter, können diese in der Sonne verbrennen.
  • Wann man erneut gießen sollte, kann man testen, indem man einen Finger in den Boden steckt. Auch in etwa zehn Zentimetern Tiefe sollte sich die Erde feucht anfühlen.
  • Von Vorteil ist es, Blumen- und Gemüsebeete regelmäßig durchzuharken. Dadurch ist die Wasseraufnahme der Pflanzen besser und die Verdunstung geringer.

Vor Wasserverlust schützen und Wasser sparen kann man mit einer Schicht Mulch auf den Beeten. Wenn man zum Beispiel angetrockneten Rasenschnitt auf den Boden gibt, bleibt der Boden offenporig und kann Wasser besonders schnell aufnehmen. Überdies wird der Boden so gedüngt und Regenwürmer, die den Boden auflockern, finden reichlich Nahrung. (az)

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