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Altenstadt

13.01.2019

Warum der Jugendtreff in Altenstadt so gut ankommt

Früher Fahrschule, jetzt Jugendtreff: Die neuen Räume kommen bei den Jugendlichen in Altenstadt gut an.
Bild: Regina Langhans

Bei der Renovierung der neuen Räume haben die Jugendlichen fleißig geholfen. Das Angebot soll erweitert werden.

Musik hören, ein bisschen quatschen, Pizza futtern und gemeinsam abhängen – die Jugendlichen in Altenstadt haben dafür seit gut einem Jahr einen neuen Ort. Der Treff ist von der Winklekantine in die Räume einer ehemaligen Fahrschule umgezogen. Pädagoge Axel Conrady von der Jugend- und Erwachsenenhilfe Seitz, der die Jugendarbeit in Altenstadt betreut, hat bei einer Sitzung des Marktrats Bilanz gezogen.

Seit dem Umzug haben die Jugendpfleger gemeinsam mit den Jugendlichen den Treff eingerichtet. Die Jungs und Mädchen haben geholfen, die alten Räume auszumisten und Möbel zu transportieren. Beim Streichen haben sich die Jugendlichen für ein leuchtendes Rot entschieden, die Bar aus Paletten hätten sie komplett selbst zusammengezimmert, sagte Conrady. Dabei fand er nicht nur das Engagement der jungen Erwachsenen toll. „Wir haben viel Unterstützung aus dem Ort erhalten. Uns wurden Sofas, Geschirr oder anderen Inventar gespendet.“ Ein gutes Miteinander zwischen Jugendtreff und den anderen Anliegern sei schließlich nicht immer selbstverständlich, sagte Conrady.

Jugendtreffleiter Axel Conrady ist mit den Besuchszahlen zufrieden

Der Pädagoge ist zufrieden damit, wie sich die Besuchszahlen entwickelt haben. Der Jugendtreff Oldtown Teens zählt mittlerweile 25 Stammbesucher, die zu den Öffnungszeiten am Mittwoch regelmäßig da sind. Im Schnitt seien an einem Abend 16 Jugendliche da. Ebenfalls am Mittwoch findet der Kindertreff Oldtown Kids statt. Dort wird gespielt und gebastelt. Manchmal steht auch Kochen oder Backen auf dem Programm. Für die Kinder und Jugendlichen gab es im Sommer jeweils ein kleines Grillfest.

Zu Problemen sei es in dem Treff bisher kaum gekommen. Dabei scheuen die Jugendpfleger nicht vor drastischen Maßnahmen. Conrady berichtete von dem bisher einzigen Polizeieinsatz im Jugendtreff. Ein Jugendlicher hat die Grenzen so weit überschritten, dass die Betreuer sich dazu entschieden haben, den betreffenden von der Polizei abholen zu lassen.

Conrady plant eine Umfrage zu den Wünschen der Jugendlichen

In Zukunft will sich das Team der Jugendpflege in Altenstadt stärker in der Region vernetzen. Geplant ist eine Kooperation mit der Jugendpflege in Illertissen und dem neuen Familienstützpunkt. Auch mit der Arbeiterwohlfahrt besteht Kontakt. Geplant ist laut Conrady eine Umfrage unter den Jugendlichen, um sich ein genaueres Bild von deren Wünsche zu machen und das Angebot gegebenenfalls anzupassen.

Dass die Jugendarbeit in Altenstadt mittlerweile gut läuft, finden auch die Markträte. Lob gab es unter anderem von Jochen Anders (beide FWG): „Wir vom Jugendausschuss haben mittlerweile ja kaum noch was zu tun.“ Er regte an, den Treff künftig stärker zu bewerben. Bürgermeister Wolfgang Höß ist zufrieden damit, dass es den Jugendpflegern der Erwachsenen- und Jugendhilfe Seitz gelungen ist, in Altenstadt einen langfristig funktionierenden Jugendtreff zu installieren. Das Gremium will die Jugendarbeit im Ort noch weiter stärken. Dafür soll die Stundenzahl, die die Jugendpfleger in Altenstadt arbeiten, verdoppelt werden. Ein entsprechender Beschluss soll in einer der kommenden Sitzungen gefasst werden. (fwo)

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