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Illertissen

20.04.2019

Wenn der Osterhase auf dem Holzweg ist

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3 Bilder
Da streckt sich, wer ein buntes Osterei ergattern will: Im Waldkindergarten in Illertissen hatte der Osterhase seinen Besuch brav per Telefon angekündigt und die Kinder auf die Spur geführt.
Bild: Regina Langhans

Im Naturkindergarten in Illertissen kündigt das eierliefernde Nagetier seinen Besuch per Telefon an. Und dann geht’s los – direkt hinein ins Feenwäldchen

Der Illertisser Naturkindergarten, in dem die „Waldbienen“ anzutreffen sind, liegt beim Osterhasen quasi „um die Ecke“. Also hatte es dieser nicht weit, um die Osternester der elf Kindergartenkinder zu füllen. Ob das der Grund ist, dass er mit dem Verteilen der bunten Eier und kleinen Geschenke im Naturkindergarten schon vor dem Osterfest fertig war?

Jedenfalls wurden die Nestchen von den „Waldbienen“ sehr bald entdeckt. Und das kam so: Zur allgemeinen Überraschung rief der Osterhase doch kürzlich bei ihnen im Naturkindergarten an. „Waldbiene“ Lukas Kuntschick hat alles ganz genau mitbekommen: „Der Hase sagte uns, dass wir nach einem blauen Korb Ausschau halten sollen.“ Zur Einstimmung sangen sie noch das Lied „Stups der kleine Osterhase“, dann ging die Suche los. Tatsächlich stand der Korb direkt an ihrer Eisenbahnstelle unweit der Hütte. Doch er war leer. Stattdessen hingen bunte Eier in einer langen Reihe an den Bäumen, wie eine Kette. „Die Eier waren blau, weiß und lila“, erzählte Greta Althoff. Aufgeregt folgten die „Waldbienen“ der Eierspur. Sie führte am Fuchsbau vorbei, ihrer Wiese entlang und auch der Jägerstand befand sich auf ihrem Weg. „Dann mussten wir noch weiter bis zum Feenwäldchen“, erinnerte Milan Alzenauer.

Kleine Sucher: Die Kinder freuten sich über die gefundenen Nester.

Dort blitzen den Ankömmlingen endlich – zwischen Moos und Blättern – auch schon die ersten farbigen Eier entgegen: Hier ein Nest, dort ein Nest, hinter dem Baum noch eines. Tatsächlich hatte sie der Osterhase genau abgezählt: Zehn Kinder waren an dem Tag in den Naturkindergarten gekommen und für alle hatte er ein gefülltes Nest versteckt.

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Da war die Freude groß. Und beim Rückweg rannten die, an holprige Waldwege gewöhnte Kinder über Stock und Stein. Als erstes gelangten Sammy Pfister, Pia Liebig Marie Merkle in Begleitung ihrer Erzieherin Sandra an ihrer Hütte an.

Nach der großen Suche tauschten die Kinder im Sitzkreis ihre Erlebnisse aus. Das ein oder andere Ei wurde gleich verspeist.

Pia zeigte, was ihr der Osterhase ins Nest gelegt hat: Ein gefärbtes Ei, einen Schokohasen, Buntstifte. Sammy ergänzte: „Und Gummibärchen.“ Nach und nach trafen auch die anderen „Waldbienen“ mit Erzieherin Peggy Kaufmann und Praktikanten Patrick Groß ein. Sie nahmen auf Baumstümpfen in der Runde Platz und tauschten ihre Erlebnisse aus.

Jonathan erinnert sich an die Geschichte von Jesus

Jonathan Glöggler erinnerte sich noch an die Geschichte des Vortages, die auch mit dem Eintreffen des Osterhasen zusammenhing: „Jesus ist gestorben und wir feiern an Ostern, dass er wieder auferstanden ist.“

Beim Verspeisen von gebackenen Osterlämmchen stellte sich schon Vorfreude aufs Osterfest ein. Ob der Osterhase nun auch den Weg aus Wald in die Häuser der Kinder finden wird? Die Spannung ist groß.

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